die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Marken ohne Logos

Eurokraten gibt es auch in Down Under

In einer kürzlich, bitter schmunzelnden Facebook Diskussion um die neuesten Eurokraten Ergüsse auf Spiegel Online (EU will Mentholzigaretten verbieten), kam quasi ein britisches Pfund auf den Tisch: Australien will laut Cigar Blog das sogenannte Plain Packaging umsetzen. Was so viel bedeutet, wie standartisierte Verpackungen, einheitliche Banderolen, einheitliche Schriften und Größen, plakative Warnhinweise, wie wir sie bereits von Zigarettenschachteln kennen UND es darf kein Markenlogo mehr Verwendung finden!

Das ist mal ein Pfund, oder?

Nun bin ich ja ein Verfechter der Maxime: der Inhalt muß halten, was die Verpackung verspricht, aber hier wird es doch ganz kurios. Das muß man erstmal sacken lassen.

Also liebe Leute, liebe Marketeers und liebe Designer. Das Verpackungsdesign, das Corporate Design, der ganze Markenauftritt überhaupt kommt künftig von Amtsschimmeln. Zumindest zunächst in Down Under bei den Zigarren.

Nun muß der Inhalt für sich sprechen. Hat ja auch was.

 

Heute mal ohne Foto. Wovon auch?

… besser geht es ohne ihr?

Nein. Sicher nicht. Am Ende wird eben doch immer bestraft, wer (Werbe-) Versprechen nicht hält. Werbetreibende sehen sich laut einer Umfrage des W&V und der Managementberatung Brands & Values in der »gesellschaftlichen Verantwortung« in Sachen Nachhaltigkeit. Offenbar sehen sie sich laut Leserbefragung nicht in der Verantwortung diese (soziale) Nachhaltigkeit auch zu leben. Zumindest mangelt es hier an Glaubwürdigkeit, so die erschreckende Zahl aus der Umfrage: »76% halten werbetreibende Unternehmen für nicht oder überhaupt nicht sozial nachhaltig«.

umfrage nachhaltigkeit | w&v | brands&values

umfrage nachhaltigkeit | w&v | brands&values

Wie passt das zusammen?
Einerseits das Bewußtsein für die Verantwortung, andererseits die mangelnde Akzeptanz der Befragten. Ich vermute, es liegt schlicht am Inhalt. Besser: am Nichtvorhandensein von nachhaltigem Inhalt. Da täuscht dann auch die Verpackung nicht darüber hinweg, daß viele Unternehmen, vermutlich die meisten, nicht leben, was sie plakatieren. Früher oder später – heutzutage wohl eher früher – kommt diese Diskrepanz ans Licht. Die Folge: Unglaubwürdigkeit.

Es wäre ja nicht weiter schlimm, würden Konsumenten solchen »Betrug« abstrafen. Tatsächlich besteht aber die Gefahr, daß diejenigen Unternehmen, die mit Leib und Seele nachhaltig agieren, in den Sog geraten, der Nachhaltigkeit nur zum Marketing-Trend verkommen läßt. Die Gefahr bestand und besteht natürlich immer. Insbesondere dann, wenn Nachhaltigkeit zum Alleinstellungsmerkmal erhoben wird.

(Soziale) Nachhaltigkeit sollte nicht zum Nutzen verbogen werden, sondern Selbstverständlichkeit sein.

Da stellt sich natürlich auch für Agenturen oder Kreative die Frage, ob oder inwieweit sie sich vor den Karren spannen lassen oder ihn gar antreiben? Wie sieht es da mit der gesellschaftlichen, mit der ethischen Verantwortung aus? Ich bin gespannt.

Alle Umfrageergebnisse als PDF.
Mit freundlicher Genehmigung von Chrisitan Conrad, Brands & Values, Management Consultants

Folge 7: Design – Eine gute Website ist wie ein gutes Buch
titelt es auf Dr. Kerstin Hoffmanns »PR-Doktor. Das Kommunikationsblog«.  Was folgt ist ein Gastbeitrag zum Thema »Neue Website« und hier das Unterthema »Design«, um den mich Dr. Kerstin Hoffmann bat. Und weil es beim »PR-Doktor« immer sehr fundiert und strukturiert zugeht, bin ich der Bitte sehr gern nachgekommen:

»Eine gute Website ist wie ein gutes Buch
Eine gute Website braucht einen aussagekräftigen Inhalt, der Lust auf mehr macht, eine klare Struktur, die übersichtlich leitet, und selbstverständlich eine saubere Gestaltung, die das Corporate Design und die Botschaft des Unternehmens transportiert. …« weiter hier.

»Kleine Viralkampagne für 5 €«

NutzenNetzwerk aktivieren: Freunde, Kunden und Kontakte

Die Sache ist geritzt: Sie erstehen für 5 € eine Coporate Flower im Topf und die gehen komplett an den Moebius Syndrom Deutschland e.V.. Das Spenden geht per Mausklick über deren Website und dauert noch nicht mal 7 Minuten. Sieben Minuten, in denen Sie dann garantiert keinen Unsinn anstellen. Danach schicken Sie uns eine Mail und teilen uns mit, dass Sie gespendet haben. Dann bekommen Sie von uns das Foto von Ihrem Topf. So einfach geht das.

corporate flower | foto | oliver schuh

corporate flower | foto | oliver schuh

Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Diesen Topf Studentenblumen in der Hausfarbe »die gebrauchsgrafiker« werden wir mit Ihrem Logo schmücken, und wenn Sie Lust dazu haben, bringen wir für Sie noch einen kurzen Slogan Ihrer Wahl mit an. Das Ganze fotografieren wir für Sie und stellen das Foto in unseren Weblog www.corporateflower.de. Das können Sie natürlich auch tun und leisten damit einen Beitrag zur Bekanntheitssteigerung des Moebius Vereins, Ihrer Firma oder Ich-Marke. Win-win wie aus dem Lehrbuch.

Und die Geschichte ist immer noch nicht zu Ende. Der beste Slogan wird intern prämiert. Der Preis ist ein Blogbeitrag für Ihr Weblog, verfasst von Volker Remy. Thema: »Creative Business Development«.

Spenden. Dahinter steckt immer ein kluger Kopf.

Dieser Beitrag erscheint anlässlich einer Einladung von Kerstin Hoffmann auch in ihrer Blogparade mit dem Thema: »Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen«

Hervorragend positioniert

von Elke Fleing und Momo Evers
Zugegeben, es ist schon ein Weile her, daß ich dieses kompakte Taschenbuch mit Schwerpunkt Positionierung und Selbstmarketing gelesen habe, aber vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt seinen Eindruck über ein Buch etwas später zu vermitteln. Mal sehen, was hängen geblieben ist.
Das Buch richtet sich laut den Autorinnen Elke Fleing und Momo Evers an Existenzgründer, Selbständige und Kleinunternehmer. Und das trifft voll und ganz zu. Gerade für diese Zielgruppe zeigt es viele Möglichkeiten auf, die eigene Positionierung überhaupt erst zu definieren, aufzubauen oder zu verbessern. Bewußt stellt es moderne Marketing-Instrumente in den Vordergrund, die – ein Händchen sollte man allerdings dafür schon haben – deutlich wirkungsvoller und günstiger sein können, als unkontrollierte, weil kostenintensive Akquise. Und hier sage ich ganz bewußt: können.

Beispielhaft werden die nach Meinung der Autorinnen zwanzig besten Marketing-Instrumente angerissen ohne zu sehr in die Details zu gehen. Nur ganz vereinzelt liest man Kostendetails und verliert damit ein wenig die Linie. Das Buch verschafft aber im Großen und Ganzen einen hervorragenden Überblick der Chancen und Möglichkeiten des Selbstmarketings. Dabei ist es aber kein Do-it-yourself-Buch, sondern macht auch hier und da deutlich, wo dann doch professionelle Hilfe von außen hilfreich sein kann, wenn nicht sogar notwendig ist.

Mein Fazit: Am besten schon vor der Existenzgründung lesen und nicht zu weit weglegen!

hervorragend positioniert | foto | oliver schuh

hervorragend positioniert | foto | oliver schuh

Das Titelmotiv erinnert mich übrigens – auch inhaltlich – an: Das Gelbe vom Ei

»Hervorragend positioniert«
Elke Fleing | Momo Elvers
REDLINE | WIRTSCHAFT
184 Seiten
€ 17,90
ISBN-13: 978-3-636-01415-3

… mittlerweile ein geflügeltes Wort und untrennbar mit unserem Kreativ-Verbund »die gebrauchsgrafiker« verknüpft
So soll es sein.

Bereits vor etwa drei Jahren keimte im wahrsten Sinne des Wortes die Idee zur Corporate Flower, der Tagetes im lupenreinen HKS 6, unserer Hausfarbe. Zunächst zierte das robuste Pflänzchen den Eingangsbereich unseres Ateliers. Aber schon bald hatten wir durch entsprechende Selektion einen ansehnlichen Vorrat an HKS 6 Blumensamen.
In einem kleinen Mailing haben wir den Freunden, Partnern und Kunden von »die gebrauchsgrafiker« die HKS 6 Samen übersandt.
Ein kleiner Gruß, eine kleine Geste der Wertschätzung, die eine langanhaltende Wirkung zeigte und zeigt.

Für das schöne Feedback auf allen Kanälen möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken.
Selbstverständlich auch bei denen, wo Mutter Natur ein Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Allen sei gesagt: Die Aktion Corporate Flower geht weiter. Laßt Euch überraschen.

Weitere Fotos für unsere kleine Galerie nehmen wir natürlich weiterhin gern entgegen!

Blumigen Gruß vom Elbstrand :-)

corporate flower am straßenrand | foto | oliver schuh

corporate flower am straßenrand | foto | oliver schuh

Braucht es ein Branding?

Oder, taugt Branding für kleinere Unternehmen?
Über mittlerweile, und ein Ende ist nicht absehbar, 47 Beitragsseiten wird in der Business Community XING über dieses Thema debattiert.

Unser Mann für das Marketing hat dabei vermutlich die treffendste Zusammenfassung geliefert, die ich hier gern noch einmal posten möchte:

Zitat Frank Weissberg:
Jetzt möchte ich aber auch mal.

Was dem armen Branding in der Diskussion teilweise abverlangt wird.

Für meinen Teil sehe ich´s mal so.

Das klare, einheitliche Branding sorgt beim Betrachter für ein simples Reiz- / Reaktions Prinzip:
„Aha, das kenne ich, das habe ich schon mal gesehen, das ist doch….., damit verbinde ich …..“
(Inhalte bitte nach belieben einsetzen).

Das heisst hier geht’s doch darum, bestimmte Inhalte, Images, Kompetenzen etc. mit klaren optischen Symbolen und Reizen zu koppeln, und so den Verbraucher, den Kunden Pawlowscher Hund spielen zu lassen.
Das Prinzip funktioniert auf Dauer aber nur, wenn man diese Kombination auch mit entsprechendem Druck, oder Nachhaltigkeit kommuniziert.

Für mich heisst das jetzt:
Je weiter es in den Massenmarkt hineingeht, umso eher brauche ich eine klare Markenoptik und die damit verbundenen Reaktionen, da man dort in der Regel gezwungen ist indirekt zu kommunizieren.
Je kleiner das Kundenportfolio ist, und je mehr das Wachstum über Empfehlungen gesteuert wird, desto weniger relevant ist das komplett durchgestylte Branding (wohlgemerkt, ich sage nicht komplett unwichtig, nur in der Priorität sicher nicht ganz oben zu finden).

Demnach ist die Frage nach der Notwendigkeit eines Branding weniger die der Unternehmensgröße, sondern eher die nach der Wettbewerbssituation, des Marktes in dem ein Unternehmen agiert und der Zielsetzung hinsichtlich zukünftig zu erschließenden Kundenpotentialen.

Viele Grüße in die Runde

Frank Weissberg

Zitat Ende
Im Original hier zu lesen: der Beitrag.

Corporate Color…

…oder die gute alte Hausfarbe.

Corporate Color hört mit dem Logo auf dem Briefblatt nicht auf. Hat man sich einmal für eine Hausfarbe zur Wiedererkennung und Identifikation des eigenen Unternehmens entschieden, gibt es selbstverständlich vielfache Möglichkeiten im großen Bereich der Corporate Identity.

Je nach Unternehmung, Produkt oder Marke kann die Hausfarbe vielerorts plakativ oder auch dezent eingesetzt werden.
Richtig angewandt und verbreitet kann sie unterstützend oder sogar auch losgelöst von Signet, Schriftzug oder Slogan wirken.

Immens wichtig ist allerdings der technische Umgang mit Farbe. Damit es keine Überraschungen gibt, sollte nach der Entwicklung eines Corporate Designs auch ein Corporate Manual erstellt werden. Dort enthalten sind neben den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und -regeln des Signets, eben auch die exakten Farbangaben in den verschiedenen Farbsystemen, z.B. RGB oder CMYK, die korrekte Angabe von Schmuck- oder auch Sonderfarben nach HKS, Pantone oder RAL. Und wer nichts dem Zufall überlassen will, fügt dem CD Manual auch noch Druckmuster bei.
Dann klappt es auch mit dem Drucker.

Man kann es mit der Hausfarbe aber natürlich auch auf die Spitze treiben.

Corporate Color

foto | oliver schuh

die gebrauchsgrafiker züchten Ihre Hausfarbe selbst. ;-)
In den nächsten Tagen wird umgetopft und dann zieren diese Tagetes unseren Ateliereingang. Ist das nicht ein warmer und unaufdringlicher Empfang?

Gruß vom Elbstrand
Oliver Schuh

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