die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Oder: Never say, never change a running system

Und irgendwann kommt dann eben doch der Tag, an dem man sich den Mühlen einer Upgradeschleife hingeben muß. Quasi unverschuldet. Denn bislang war ich mit meinem ollen Betriebssystem Windows Vista und meiner Adobe Creative Suite 4 Mastercollection sehr zufrieden. Auch mein HP Pavilion aus dem Jahre 2008 tut hier täglich ohne Murren seinen Dienst. Murren. OK. Der Lüfter der Radeon Grafikkarte bekommt ab und an ein Tröpfchen Nähmaschinenöl und in dem Zuge saugt man auch schonmal durch. Aber das war es dann auch mit Inspektion oder gar Ersatz von Komponenten. Kurz: Ich habe bis zum heutigen Tage nicht wirklich etwas vermisst. Die Performance des Rechners kann immernoch mit heutigen Geräten mithalten. Das Betriebssystem hat mir nie Ärger bereitet und meine Mastercollection lies keine Wünsche offen. Ohnehin habe ich vermutlich kaum eine Ressource auch nur annähernd ausgeschöpft.

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upgrade | foto | oliver schuh

Warum also ein Upgrade. Genauer gesagt, warum ein Upgrade auf Adobe CC?
Hm. Warum eigentlich? So ganz genau kann ich es gar nicht mehr sagen. Vermutlich war es eine Mischung aus verschiedenen Gründen. Ein wichtiger Grund war wohl, daß mittlerweile Auftraggeber – warum auch immer – Adobe CC oder wenigstens CS6 ihr »eigen« nennen und man nicht das Nadelöhr zwischen Kunde, Kollegen und Medienproduktioner sein will. So sehr ich auch mit meiner altbackenen Haltung kokettiere. Es war denn also mehr ein Zugzwang, um den ewigen Rechtfertigungen aus dem Weg zu gehen. Ja. Ermüdungserscheinungen und fransige Unterlippe machten sich breit. Diese Energieverschwendung kann man sich auch sparen.

Kleinere Auslöser waren dann noch ein paar Features die mir einen Mehrwert suggerierten.

ABER, der vermutlich wichtigste Grund war Sohnemann, der sich mit Adobe Photoshop Testversionen probierte. Und da ja meine Kinder mal mein Imperium übernehmen sollen, konnte ich natürlich nicht umhin gleich die aktuelle Version zu buchen. Hier hätte es sicher keinen Sinn mehr gemacht eine alte CS4 Arbeitsplatzversion auf den, von meinem Sohn selbst zusammengestellten Monsterrechner mit Win 10 pro zu installieren. Also flugs noch geschaut, ob mein Rechner den Versionsprung verkraftet und siehe da, Adobe meint, mein Rechner schafft das und erlaubt CC parallel zu den bestehenden CS4 Versionen zu installieren. Prima.

Dachte ich.
Nachdem ich tatsächlich – und habe ich einmal eine Entscheidung getroffen, setze ich sie auch spontan um – die Fußfessel Abonnement ignoriert hatte und das komplette Paket gebucht habe, wollte ich es dann natürlich auch wissen. Und? Was war? Pustekuchen. Der Download von Photoshop CC funktionierte, doch die Installation nicht. Vista wird nicht unterstützt. Prima. Dieser Hinweis war vorher nirgendwo zu finden. Ein Systemcheck seitens Adobe VOR Buchung eines Abonnements wäre eine hilfreiche Möglichkeit.

Zwischenlösung.
Sohnemanns Win 10 pro Rechner mußte her. Plötzlich ist dann Adobe aber oberschlau und erkennt, daß Sohnemann bereits eine 7-Tage Testversion laufen hatte. Abgelaufen, wohlgemerkt. Kein Problem. Die Frage nach einer gültigen Adobe-ID konnte ich ja Dank käuflich erworbener Lizenz beantworten. Pustekuchen II. Stets verwies das schlaue CC auf eine bereits installierte, aber nicht mehr lauffähige Testversion. OK, dann deinstallieren wir den Quatsch mit der Testversion doch einfach. Pustekuchen III. Geht nur mit neuer oder alter ID, ich weiß es nicht mehr so genau. Weder die für die Testversion nötigen Zugangsdaten, noch die neue, käuflich legitimierte ID wurde angenommen.

Adobe Support Chat.
Dann fragen wir doch mal eine freundliche Dame, namens Elisabeth und erfuhren, daß wir zunächst den Adobe Creativ Cloud Manager hätten installieren sollen. Oder hieß es Applikation Manager? Ich weiß es nicht mehr genau. Doch eines weiß ich. Nirgendwo auf der Seite der im Abo zur Verfügung stehenden Applikationen (Programme) gab es den Hinweis, erst oder überhaupt diesen Manager zu installieren. Auch ist das Teil nicht prominent ganz oben aufgeführt, sondern befindet sich, vermutlich alphabetisch sortiert irgendwo mittenmang.
Und, natürlich funktionierte auch das nachträgliche Installieren nicht.

Es kommt noch besser.
Mit der neuen Info, es gäbe einen Applikation Manager, bin ich dann wieder an meinen Rechner gegangen und habe das Teil ganz stumpf dort installiert. Zack. Löpt. Ohne Murren lies sich das gute Stück auf meinem alten Vista Rechner einrichten. Mehr noch. Die im Manager gelisteten Programme ließen sich nun von dort aus installieren. Sieh mal einer an, dachte ich. Bis, ja, bis meine anfängliche Euphorie schwand. Denn während mir das Installations-Tool suggerierte, ich hätte nun InDesign, Photoshop und Illustrator CC auf meinem Rechner, holte mich am nächsten Tag, also nach einem Neustart die Ernüchterung wieder ein. Im Applikation Manager sah ich nun die richtige Bezeichnung der bereits installierten Versionen. Allesamt waren es lediglich CS6 Ausgaben.

Durchatmen.
Und eine weitere Nacht drüber schlafen, dachte ich. Denn ich war kurz vorm Storno. Und dann endlich die lange hinausgezögert Entscheidung ein System-Uprade auf Win 10 pro zu vollziehen. Immerhin hatte ich mir die vergallopierten Win 7 und 8 Experimente gespart. Systemcheck und siehe da, meine Kiste schafft auch diese Hürde noch mit einem Lächeln. Nur, Win 10 kann man selbstverständlich nicht einfach über Vista drüberbügeln. Und ehrlich gesagt, wäre mir dieser Weg auch viel zu unsicher. Also habe ich es wie Sohnemann gemacht, der sich vor einem Jahr seinen eigenen Rechner zusammengestellt hatte. Eine jungfräuliche Samsung SSD 850 EVO mußte her.

Arschglatt.
Blank wie ein Babypopo wurde flugs die neue SSD – eine ultraschnelle und solide Speicherplatte, die künftig ausschließlich für Betriebssystem und Adobe Applikationen zuständig sein wird – eingebaut. Win 10 pro drauf. Adobe Application Manager drauf. Die wichtigsten Programme – diesmal wirklich CC – drauf und superschnelle Ladezeiten genießen. Tatsächlich ein Quantensprüngchen in Sachen Performance. Das Gute an dieser Vorgehensweise: Das alte Betriebssystem mit allen funktionierenden »alten« Programmen bleibt erhalten und kann nach Bedarf im Bootvorgang ausgewählt werden. So entsteht ein völlig neuer Arbeitsplatz ganz auf Nummer sicher. Bis auf die neue Samsung SSD, war keine neue Hardware nötig. Kein Computerschrott, kein neues Gerät. Wenn das nicht nachhaltig ist? Sorry, HP. ;-)

Fazit: Ob sich das Adobe Upgrade gelohnt hat, vermag ich noch nicht zu beurteilen. Ich vermute, ich werde prozentual noch weniger ausschöpfen können. Allerdings hat das Abo eine Kettenreaktion ausgelöst, die ich geahnt und daher immer vor mir hergeschoben habe. Schlußendlich haben mich meine Umgebung und Adobe mit sanfter Gewalt zu einer Neuinstallation »gezwungen«.

An dieser Stelle möchte ich bitten von Beileidsbekundungen abzusehen. Ein Apple kommt mir nicht ins Haus. Vermutlich hätte ich in den letzten acht Jahren, in denen mein HP zuverlässig seinen Dienst versieht – und ein Ende ist nicht abzusehen – minimum vier Apple Rechner durchschleusen müssen. Und das ist dann gar nicht nachhaltig.

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Schubladen

es geht nicht ohne

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schubladen | foto | oliver schuh

Seit langem brennt mir ein ungeschriebener Beitrag auf der Seele. Immer wieder lege ich ihn gedanklich beiseite und werde dann doch überall an ihn erinnert. Erst kürzlich wieder in den »sozialen« Netzwerken, wenn es wiedereinmal um »die« Agenturen oder um »die« Designer ging. Ich weiß schon gar nicht mehr in welchem Zusammenhang ich mich erdreistete zu behaupten »Agenturen kochen auch bloß mit Wasser«, aber vermutlich liegt es schlicht daran, daß es den wieselflinken Kommentatoren nicht um die Kernaussage oder dem Kausalzusammenhang, sondern einzig um die ernüchternd diskussionstötende Feststellung ging: »es gibt nicht DIE Agenturen«. Jede sei anders und man können nicht alle in einen Topf schmeißen.

Doch.

Es geht gar nicht anders. Ob man will oder nicht. Unwillkürlich wird man in jeder Diskussion über eine größere Personengruppe, Branche, Neigung, Schicht, Geschlecht, Religion, Nationalität oder auch Markenfetisch, eine Kategorisierung vornehmen. Je größer die Gruppe oder der Abstand, desto pauschaler vermutlich die Einordnung. Natürlich gibt dies niemand gern zu. Wer möchte schon des Schubladendenkens bezichtigt werden?

Ich.

Es ist schlicht mein Job in Schubladen zu denken. Ich bin selbständiger Gebrauchsgrafiker. Da wähle ich nicht nur meine Auftraggeber nach bestimmten Kriterien aus, sondern es gehört schlicht zum Handwerkszeug die Empfänger meiner Arbeiten einzuordnen. Zielgruppenorientiert, wie es so schön heißt. Mehr noch, ich muß für Projekte mit mehreren Beteiligten nach unterschiedlichsten Kriterien auswählen, wer oder was zusammenpasst oder richtig ist für den jeweiligen Job, Auftraggeber oder Empfänger. Und auch wenn da in der Hauptsache das Bauchgefühl eine ganz große Rolle spielt, unwillkürlich, aber auch ganz bewußt, wird man im Sinne eines ordentlichen Ergebnisses in Kategorien denken.

Oh, da ist es schon wieder. Ich korrigiere im vorauseilendem Gehorsam: ICH denke im Sinne eines ordentlichen Ergebnisses in Kategorien. Und nein, es ist mir nicht egal, ob andere es auch so machen oder eben nicht. Ich wünschte mir, alle Kollegen und Kolleginnen könnte ich diesbezüglich in eine Schublade stecken, dann wären wir, was die Vermeidung von Streuverlusten angeht, einen deutlichen Schritt weiter. Natürlich weiß ich, daß auch in diesem positiven Fall, leider viel zu viele nicht richtig einsortiert wären. Im Klartext: Nicht jeder »Designer« schafft es in meine Schublade professioneller Kollegen und Kolleginnen, denen ich das zielgerichtete Denken und Handeln unterstelle. Das nenne ich positives Schubladendenken.

Streng genommen ist Schubladendenken bezogen auf die Konzeption auch ein Rollentausch. Ist die Zielgruppe (Schublade) definiert, schlüpft man – nein, ich – hinein und betrachte die Dinge aus eben dieser Warte.

Spezialisierung. Auch so ein Fächlein innerhalb des großen Designerbauchladens. Aber nur wer genauer hinschaut, näher rangeht und/oder vom Fach ist, wird die Unterschiede feststellen. Je weiter weg, desto unschärfer die Konturen oder gar Nuancen. Deshalb macht es auch überhaupt keinen Sinn, Aufträge auf Designplattformen auszuloben und alle mal machen zu lassen. Viel besser wäre eben näher ran zu gehen. Genau hinzuschauen. Herauszufinden, wer worfür am besten geeignet erscheint. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen wahllos einen Auftrag in den großen Pool kreativer Kollegen und Kolleginnen zu werfen. Damit werde ich niemandem gerecht. Weder den Mitstreitern, den Auftraggebern, den Empfängern oder der Sache.

Aber zurück zu den persönlichen Eitelkeiten. Genau. Eitelkeiten. Kürzlich las ich auf Design made in Germany den hervorragenden Artikel »Wir sind gestört. Zur Lage der Designer in Deutschland.« von Christian Büning, damals noch Präsident, jetzt Vize des BDG – Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V.. Darin hat er, wie ich finde, trefflich das Selbstbild und die sich wandelnden Umstände aller Designer Deutschlands umschrieben. Zack.

Geht ja man gaaaaar nicht.

Kaum gepostet, kritisiert und kommentiert Delia Valentina Fröhlich – Kommunikationsdesign-Absolventin der HTW Berlin – an ganz anderer Stelle den Artikel von Christian Büning und ist ganz vehement und offenbar gar nicht einverstanden mit dem Schubladendenken des Autors. Dieser, wie ich aus eigener positiver Erfahrung weiß, sehr gesprächsbereite Vertreter unserer Zunft, läßt sich nicht lumpen und lädt die streitbare Delia Valentina Fröhlich zu einem Gastbeitrag auf den BDG eigenen Blog ein. Und so tat sie es auch: »Wir Designer. Gastbeitrag von Delia Valentina Fröhlich.« Aus der ursprünglichen Kritik ist dann eher eine Ergänzung geworden.

Selbstverständlich ist Kritik legitim und jeder kann es alles natürlich ganz anders sehen. Mein erster, aber auch letzter Impuls war allerdings: der Gastbeitrag unterstreicht geradezu, wie wichtig und richtig der offene, selbstkritische Blick und die Einordnung unserer Zunft durch Christian Büning war. Man mag vielleicht den einen oder anderen Halbsatz anders sehen, der Tenor ist aber richtig und beschreibt die Wandlung und die einhergehenden Zwiespältigkeiten heutiger Designer. Jung, wie älter.
Selten genug lese ich solch treffende Beschreibung von einem »Funktionär« (in des Wortes positivster Bedeutung). Und wie sollte man wohl einen Berufsverband im Sinne seiner Mitglieder – in diesem Falle eben Kommunikationsdesigner – lenken, wenn man nicht die einenden Eigenschaften oder Schnittmengen kennt oder benennen darf? Dies ist augenscheinlich wohl kaum möglich.

Allen, die es anders sehen, gebe ich den Tipp, mal eine zeitlang ohne ihren »Titel« Kommunikationsdesigner, meist gekürzt auf Designer, auf dem Markt der Eitelkeiten zu wandeln. Vermutlich ist es eine zeitlang ganz sexy und geheimnisvoll nicht eingeordnet werden zu können. Spätestens wenn die Aufträge mangels Positionierung ausbleiben, wird man dann wohl aber doch gewahr, daß Auftraggeber – ganz nachvollziehbar – gern die richtigen Schubladen ziehen, um sich bestimmten Dienstleistern anzuvertrauen.

Vielleicht erzähle ich beim nächsten Mal dann, warum es vermutlich lange vor Erfindung der Schublade wichtig war, in Kategorien zu unterscheiden.
Und wenn Ihr mögt, sortiert mich.
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6. Media Mundo Kongress 2015

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6. Media Mundo Kongress 2015

Am 11. November erwartet die Besucher des 6. Media Mundo Kongresses 2015 wieder eine illustre Auswahl an Rednern und Vordenkern.
Und am Vorabend kann man sich schon in geselliger Runde warmdenken und -diskutieren.

WUT allein reicht nicht!
Betitelt der Autor, Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke seinen halbstündigen Beitrag und ist damit vermutlich in diesem Jahr der bekannteste Redner.

Ich bin wieder sehr gespannt auf die Denkanstösse, Diskussionen, Sichtweisen und Ergebnisse.
Und ich arbeite immer noch daran, auch die Kreative Zunft an die Gesprächstische dieser Brancheninitiative des f:mp. (Fachverband Medienproduktioner) zu bekommen. Immerhin, der BDG (Berufsverband der Kommunikationsdesigner) ist bereits Verbandspartner. Und wer weiß? Vielleicht bekommen wir dann im nächsten Jahr einen möglichen neuen, fusionierten Dachverband aus Deutscher Designertag und iDD mit gebündeltem Wirkungsgrad an den Tisch.

Besonderes Bonbon:
– alle f:mp.-Mitglieder können den Kongress kostenfrei besuchen
– alle ehemaligen Media-Mundo-Kongressteilnehmer können den Kongress kostenfrei besuchen und
– alle BDG Mitglieder erhalten Sonderkonditionen
Und wer ganz lieb ist, erhält von mir ein kostenloses VIP Ticket für den 11. November!

Alle weiteren Details gibt es hier: http://www.mediamundo.biz/kongress/kongress2015

»Digital! Digital!«

Entscheidend ist auf dem Platz

Während andere noch virtuell schwadronieren was hätte, könnte oder sollte alles sein, stürmen wieselflinke Gebrauchsgrafiker über’s graue Grün.

Alle Welt schreit nach der digitalen Wollmilchsau, dem glückbringenden Allheilmittel per Klick. Digital Goldrush könnte man sagen. Dabei müssten doch alle noch die New Economy Blase im Gedächtnis haben. Der Schrei nach Informatik als Unterrichtsfach ab Klasse 5 wird immer lauter – vermutlich von Leuten, die gar keine Kinder haben oder wenigstens nicht an der Erziehung beteiligt sind, weil sie in ihrer digitalen Blubberblasenwelt Dinge sehen, die gar nicht existieren. Menschen hören auf fremdgesteuerte Fitnessdigtatur statt der inneren Uhr zu lauschen. Schöne digitale Welt.

Wir sind da sehr bodenständig und finden die Fragen und Antworten auf dem Platz.

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U12 | foto | rainer lissakowski

 »die gebrauchsgrafiker« engagieren sich ganz analog mit harter Währung, körperlichen Einsatz und an der frischen Luft.

 

 

Nachhaltigkeit in der Kommunikation fängt beim Konzept an

Deshalb bin ich unbedingt der Ansicht, dass dieser Kongress auch für Kreative interessant ist, um den Wissenstransfer zwischen den Gewerken zu fördern. Es gibt Sonderkonditionen u.a. für BDG-Mitglieder und der Frühbucherrabatt gilt noch bis zum 20.September!

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5. Media Mundo-Kongress

In der Pressemitteilung vom 12. September 2014 heißt es: rethink sustainability

Der 5. Media Mundo-Kongress für nachhaltige Medienproduktion gibt unter dem Titel „rethink sustainability“ handfeste ökonomische Impulse für ökologische und soziale Handlungsweisen.
Die dritte wichtige Säule der Nachhaltigkeit ist die Ökonomie. Trotzdem wird dieser Faktor in den Diskussionen um nachhaltige Handlungsweisen oft übersehen und regelmäßig vernachlässigt. Es geht in dieser Frage nicht darum, wie man soziale Arbeitsbedingungen oder grüne Herstellungsverfahren günstig finanziert. Nachhaltigkeit bedeutet auch wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Nur auf diese Weise können innovative Produkte und Produktionen den Anspruch erfüllen, eine dauerhaft zukunftsfähige Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz sicherzustellen, wie sie die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“ fordert.

„Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage der letzten Jahre, welche auch die Druck- und Medienindustrie hart getroffen hat, stellt sich die Frage nach der Motivation. Die Ökonomie ist eine entscheidende Triebfeder für nachhaltige Medienproduktion und Basis für die Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverbands Medienproduktioner e.V. (f:mp.).

Der 5. Media Mundo-Kongress beschäftigt sich deshalb mit den relevanten Faktoren, um nachhaltig Zukunftsmodelle zu sichern und auszubauen. Die Einflüsse der Prozessoptimierung, die energieeffiziente Wirtschaftsweise oder die Standardisierung von Prozessen sind ökonomisch sinnvoll und erfüllen gleichzeitig ökologische und soziale Anforderungen. „Wir wollen wissen, wo die guten Vorbilder in der Druckindustrie und in der Medienproduktion sind, die Vordenker, an denen wir uns orientieren können. Und wir wollen wissen, was wir tun müssen, um von ihnen zu lernen“, so Rüdiger Maaß.

Der Fachkongress, eine Initiative des f:mp., findet am 17. und 18. November 2014 in Düsseldorf, im idyllischen Rheinhotel Vier Jahreszeiten, statt. Am 17. November gibt es eine Diskussions- und Expertenrunde. Hier werden die wichtigsten Kongressthemen im Rahmen eines Impulsvortrags vorgestellt und anschließend kritisch diskutiert. Am 18. November stellen Experten aus Wissenschaft, Umweltverbänden und Industrie in vielen hochinformativen Vorträgen mögliche Szenarien der nahen Zukunft sowie probate Lösungsansätze aus der Praxis vor.

Unterstützt wird der 5. Media Mundo-Kongress von der drupa, von einigen NGO-Partnern, Industrie- und Medienpartnern.
Ausführliche Informationen zum Media Mundo-Kongress, den Themen und Inhalten finden Sie unter: http://www.mediamundo.biz/kongress/kongress2014

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Als Media Mundo Beirat freue ich mich auf regen Austausch!
Oliver Schuh | die gebrauchsgrafiker

Letterpress im FEDRIGONI Showroom …

… da lacht das Gebrauchsgrafikerherz

Es ist immer ein sehr schönes Erlebnis zu einer der ausgesuchten Veranstaltungen in den FEDRIGONI Showroom Hamburg eingeladen zu werden. Optisch, haptisch, kulinarisch und auch menschlich. Und ja, es war mir wieder eine Ehre. Zum einen, weil solche Events naturgemäß nur im kleineren Rahmen stattfinden können, aber zum anderen auch, weil man sehr bewußt zu ganz bestimmten Themen eingeladen wird, die einen wirklich interessieren und zu denen man auch beitragen kann. Eine wunderbare Wertschätzung.

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letterpress | foto | oliver schuh

Letterpress! Der Videovortrag mit vielen Exponaten zum Anfassen von Gerrit Baumann und seinem Officina Polychroma in Hamburg, erinnert an die Zeiten, als ich noch mein Atelier neben einer Druckerei hatte und den Heidelberger Tiegel wie den Herzschlag eines Menschen stampfen hören und fühlen konnte. Das weckt Sehnsüchte nach detailverliebter, traditioneller Handwerkskunst und der Wertschätzung im Umgang mit Papier. Nicht palettenweise und auch nicht von der Rolle, sondern Bogen für Bogen – entschleunigt.

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oliver schuh (li.) beim haptischen genuß | foto | nadien seemann

Faszinierend aber auch, wie ein jahrhunderte altes Verfahren, nämlich der Buchdruck, eine gewisse Renaissance erlebt. Faszinierend erschreckend aber auch die Fragen aus dem Publikum zur Vermarktung und den Druckkapazitäten des vergleichweise langsamen Heidelberger Tiegels. Dass der Hochdruck an sich und bei den Agentur-Youngsters vermutlich bald sogar der Offset-Druck, nicht mehr zum Rüstzeug gehören, sondern einzig das WYSIWYG am Monitor zu zählen scheint, ist fast zu erahnen. Umso schöner, wenn es noch alte Haudegen gibt und ihnen durch FEDRIGONI eine Bühne gegeben wird. Wunderbar.

 

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Kreative fordern Designkammer

Designer fühlen sich nicht ernst genommen und sagen jetzt: Schluß mit lustig.

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kreative fordern designkammer | grafik | oliver schuh

Während es immer mal wieder vereinzelt Klagen von Mitgliedern anderer Berufsgruppen gegen die Zwangsmitgliedschaft in einer Kammer gibt, denken Kommunikationsdesigner und Gebrauchsgrafiker laut über die Bildung einer Designkammer nach. So auch am virtuellen »Lagerfeuer« in der XING Gruppe »die gebrauchsgrafiker«. Dort zermartern sich neben klugen Denkern der Designszene, der BDG Präsident Christian Büning und das ehemalige AGD Vorstandsmitglied Oliver Schuh, die Köpfe zum Ah und Weh der kreativen Zünfte. Dabei steht der Organisationsgrad der Gestalter auf dem Prüfstand. Die Größenordnungen der etablierten Berufsverbände erreicht da höchstens Taubenzüchterverbandsdimensionen und bildet damit nicht im entferntesten alle am Markt vegetierenden Designer ab. Christian Büning wirbt dabei unablässig für die Mitgliedschaft im Berufsverband, während Oliver Schuh seine Erfahrungen als Verbands- und Vorstandsmitglied bereits gemacht hat und zu dem Schluß kommt: man muß das wieselflinke Designerlein zu seinem Glück zwingen.

Für sich, für die Gesellschaft und für die Umwelt.

 

 

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4. Lagerfeuer 2013

Brust oder Keule?

Die Frage stellte sich gar nicht. Wie angekündigt hatte ich zum diesjährigen Lagerfeuer reichlich butterzartes Reh von der Keule. Filetiert und eingelegt vom Jäger und Schlachter daselbst. Selbst die Putenfraktion hat die in Buttermilch/Olivenöl/Kräuter eingelegte Brust zur zweiten Wahl gemacht. Fazit: mein erstes auf Holzkohle gegrilltes Reh war ein voller Erfolg und wird mit Sicherheit wiederholt. Ich habe mich sehr darüber gefreut, daß nach zahlreichen kurzfristigen Absagen, die Harten es doch in Ollis Garten geschafft haben. Und dabei hatten wir sogar ausgesprochenes Glück mit dem Wetter. Ein spätsommerlicher Abend mit sternenklarem Himmel. Dazu eine feine Runde mit sehr persönlichen und intensiven Gesprächen. Die Lagerfeuergäste sind genau so, wie ich sie auch im Netz kennengelernt habe. Unverstellt. Geradeaus, offen und ehrlich erfrischend. Super!

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brust oder keule? | foto | oliver schuh

Im Bild eine der Keulen, auf die bereits unser Hund wartet. Ansonsten gibt es keine Beweisfotos, was sicher nicht zuletzt daran liegt, daß es rein gar keine Handymania gab. Ich werte das als ein Zeichen für angeregte und gute Unterhaltung.

Ich bedanke mich für das Dreigestirn von Ratsherrn mit Bierfibel vom Präsentationsoptimierer »Pezl« (PCL), Peter Claus Lamprecht – ich werde es ganz bewußt und gepflegt genießen, dem herrlich passenden ARTERO Tempranillo vom fischgrätdesignendem Dirk Rehder, dem oberleckerem Kartoffelsalat – genauso schmierig, wie ich ihn mag – von Fotografin und Autorin Sigrun Misselhorn und der tatkräftigen Küchenhilfe mit Visionen Heike John aus Stuttgart, die den diesjährigen Fernfahrergedächtnisorden am virtuellen Bande erhält!

Was denen entgangen ist, die nicht dabei sein konnten, freute Familie und Freunde. Denn beim After-Lagerfeuer-Restegrillen wurde noch mal kräftig aufgefahren. Und in diesem Moment köcheln ganz fein die allerletzten Rehfilets, Putenstreifen und Schweinefiletgeschnetzeltes in einer leckeren Weissweinsoße vor sich hin. Da kann man schon mal Mittagspause machen. ;-)

UND: gleich ist keine Pute mehr da! ;-)

50 Euro Seminargutschein

Der Fachverband der Medienproduktioner (f:mp.) unterstützt »die gebrauchsgrafiker«

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f:mp. seminargutschein für »die gebrauchsgrafiker«

»die gebrauchsgrafiker« stehen auf echte Verbindungen. Und sie möchten alle am Kommunikationsprozess Beteiligten wieder an einen Tisch bekommen. Nur so kommt es zu gelungenen Kommunikationslösungen.

Der Fachverband der Medienproduktioner (f:mp.) versteht und unterstützt diese Haltung.
Ihr Geschäftsführer Rüdiger Maaß drückt es so aus:

„Kreative und Designer sind ein wesentlicher Bestandteil der Prozesskette für die Gestehung von Medien. Im Rahmen der Medienkonvergenz bekommt das Thema Netzwerken eine vollkommen neue Bedeutung. Alle maßgeblich beteiligten Personen sollten mehr Schulterschluss suchen um gegenseitig voneinander zu profitieren.
Insofern ist die Initiative »die gebrauchsgrafiker« von Oliver Schuh genau der richtige Weg.
Natürlich geht es nicht nur um Netzwerken, sondern auch um die Horizonterweiterung. Dabei spielt die Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund unterstützen wir alle Teilnehmer der Initiative »die gebrauchsgrafiker« mit einem jährlichen Seminargutschein des f:mp. in Höhe von 50 Euro. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Oliver Schuh…“

Eine feine Sache, wie ich finde. Denn das Wissen um die Machbarkeit von Kommunikationslösungen und den reibungslosen Workflow dorthin, ist eine ganz große Stellschraube hin zu nachhaltigem Kommunikationsdesign. Für die Freunde unseres Kreativverbundes, die sich in der XING Gruppe »die gebrauchsgrafiker« sammeln, bedanke ich mich stellvertretend. Das Schöne, sollten sich Themen aus unserer Reihe ergeben, sind weiter Seminarformate denkbar. Wir arbeiten daran. ;-)

Fundstück aus 2003 …

… aktueller denn je

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Kürzlich stieß ich beim Durchstöbern von Arbeitsbeispielen, Scribbles und Printmustern, Reinzeichnungen und Montagen, Andrucken und Proofs aus 25 Jahren Selbständigkeit, auf ein Portfolio aus dem Jahre 2003. Einerseits kommen da verschämte Gefühle auf, ob der Dinge die man da verzapft hat. Andererseits ist man auch wieder ein wenig stolz darauf, was man eben schon alles mit den damaligen Mitteln fabriziert hat. Besonders erstaunt war ich aber über das Intro, welches heute noch, nach zehn Jahren mindestens genauso gilt:

»Am Anfang wurde noch in Stein gehauen, geritzt oder gepinselt…
Heute ist fast alles denkbar, kaum ein Material, welches nicht bedruckbar wäre. Ist doch die Inkjet-Torte der große Renner aus dem gelobten Land.
Das Motto scheint zu sein, je mehr Farbe desto besser. Und schnell, Hauptsache schnell muß alles sein. Tatsächlich sind die Produktionsabläufe und -maschinen rasant.
Aber mal ehrlich, wirklich schneller ist die Gesamtproduktion nicht geworden. Denn die Menschen, die Entscheider, sind an Ihre Grenzen angelangt. Und das Endprodukt? Ist es wirklich besser geworden?

Eines hatten die Techniken von damals voraus. Sie waren „aufwändig“. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und der Gestalter hat sich daher schon im Vorwege viel intensiver mit den Inhalten und deren Komposition auseinandergesetzt. Dort möchten wir wieder hin. Nicht schnell, schnell, sondern Identifizierung mit dem Kunden und seinem Produkt und das in einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis.«

Kurios ist, daß ich genau diese Thematik der Wertschätzung von Inhalt gerade in letzter Zeit wieder in Beiträgen und Vorträgen in den Vordergrund stelle. Diese Durchgängigkeit bestärkt mich in meiner Haltung.

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