die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Frohes Fest

Während sich alle dem Sommer entgegensehnen, hege ich meine Weihnachtspost

Chris Rosmanitz hat wieder Ideen geschubst und mir zu Weihnachten 2012 einen feinen Stern mit Sommerblumensaat geschickt. Der ist nicht etwa in Vergessenheit geraten – nein, meine Weihnachtspost hebe ich stets gut auf – sondern er kommt erst jetzt oder besser nun zum zweiten Mal zur Geltung. Kürzlich habe ich den Stern nämlich seiner Verwendung zugeführt. Das heißt fein säuberlich in einen schönen Topf mit Anzuchterde mittenmang meiner Gartenkräuter drapiert. (Fürs Foto noch nicht gewässert und mit Erde abgedeckt.) Nach ein paar schönen Camping-Tagen an der Ostsee läßt sich nun auch schon der eine oder andere Keimling blicken. Ich werde es im Auge behalten und erfreue mich dann bestimmt noch ein drittes, viertes und xtes Mal an dieser schönen Weihnachtspost! Und bis zum Lagerfeuer, wenn die Chris uns besucht, werde ich ein ganz besonders schönes Plätzchen für die gute Saat gefunden haben.

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frohes fest | foto | oliver schuh

Und was macht die Corporate Flower Saat der Karte 030?

Fundstück aus 2003 …

… aktueller denn je

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portfolio 2003 | foto | oliver schuh

Kürzlich stieß ich beim Durchstöbern von Arbeitsbeispielen, Scribbles und Printmustern, Reinzeichnungen und Montagen, Andrucken und Proofs aus 25 Jahren Selbständigkeit, auf ein Portfolio aus dem Jahre 2003. Einerseits kommen da verschämte Gefühle auf, ob der Dinge die man da verzapft hat. Andererseits ist man auch wieder ein wenig stolz darauf, was man eben schon alles mit den damaligen Mitteln fabriziert hat. Besonders erstaunt war ich aber über das Intro, welches heute noch, nach zehn Jahren mindestens genauso gilt:

»Am Anfang wurde noch in Stein gehauen, geritzt oder gepinselt…
Heute ist fast alles denkbar, kaum ein Material, welches nicht bedruckbar wäre. Ist doch die Inkjet-Torte der große Renner aus dem gelobten Land.
Das Motto scheint zu sein, je mehr Farbe desto besser. Und schnell, Hauptsache schnell muß alles sein. Tatsächlich sind die Produktionsabläufe und -maschinen rasant.
Aber mal ehrlich, wirklich schneller ist die Gesamtproduktion nicht geworden. Denn die Menschen, die Entscheider, sind an Ihre Grenzen angelangt. Und das Endprodukt? Ist es wirklich besser geworden?

Eines hatten die Techniken von damals voraus. Sie waren „aufwändig“. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und der Gestalter hat sich daher schon im Vorwege viel intensiver mit den Inhalten und deren Komposition auseinandergesetzt. Dort möchten wir wieder hin. Nicht schnell, schnell, sondern Identifizierung mit dem Kunden und seinem Produkt und das in einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis.«

Kurios ist, daß ich genau diese Thematik der Wertschätzung von Inhalt gerade in letzter Zeit wieder in Beiträgen und Vorträgen in den Vordergrund stelle. Diese Durchgängigkeit bestärkt mich in meiner Haltung.

der kreative Butterberg …

… oder die Fettecke der Kreativwirtschaft?

 

Dgg Butterberg Fettecke1-e1362554436981 in der kreative Butterberg ...

der kreative butterberg | cartoon | oliver schuh

 

Seit einigen Jahren macht Politik eine Wachstumsbranche aus und nennt sie (Kultur- und) Kreativwirtschaft. Mit rund 137 Mrd. Umsatzvolumen in 2010 – laut »Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2010« der Bundesregierung – kann man das Potenzial auch kaum übersehen. Und auf den ersten Blick macht es fast ein wenig stolz zu den »nur« eine Million Menschen zu zählen, die diese Umsätze erzielt haben sollen. Die Dunkelziffer der Beteiligten dürfte dabei aber wesentlich höher liegen. All die Neffen, Nichten und Kukis und all diejenigen die unter einem Jahreseinkommen von weniger als 17.000 Euro liegen, werden meines Wissens nämlich nicht erfasst. Und das dürfte eine nicht ganz kleine kreative Ansammlung sein.

Nun erkennt die Politik also Potenzial und will fördern. Im allerersten Moment habe ich mich dabei erwischt zu fragen, warum man etwas fördern will, was aus sich selbst heraus offenbar eine Erfolgsgeschichte ist? Und im zweiten Moment fallen mir diverse staatliche Subventionsmodelle ein, die oft nicht das erzielt oder schlimmer noch, daß Gegenteil von dem bewirkt haben, was eigentlich erreicht werden sollte.

Erst neulich wurden in einer Plenarsitzung, in gemütlicher Runde die Anträge zur Förderung der Kreativwirtschaft von Regierungsparteien und Opposition diskutiert. Nach meinem Empfinden wurde recht deutlich, daß die Redner Ihrer Parteien eine jeweils recht unterschiedliche Auffassung davon hatten, was eigentlich in den sehr dehnbaren Oberbegriff Kreativwirtschaft gehört? Mal davon abgesehen, daß dieser Begriff unvollständig ist. Heißt doch der neuersonnene Wirtschaftssektor Kultur- und Kreativwirtschaft. Und laut Wiki gehören dann auch gleich elf Teilbereiche dort hinein: »Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt sowie Software/Games-Industrie.« Wohlgemerkt, es geht jeweils um die jeweiligen Märkte. Und so scheint es mir auch nicht weiter verwunderlich, daß die Regierungsparteien sich eher um die Förderung der Wirtschaft, als um die Förderung von Kultur und Kreativität kümmern möchten, während die Opposition sich mehr um das Auskommen, die Altersabsicherung und die urheberrechtlichen Belange der kulturellen und kreativen Akteure zu bemühen scheint. So mein Eindruck.

Für die Teildisziplin Designwirtschaft bleibt zu hoffen, daß Politik dem inflationären Run auf die hippen Berufe nicht noch mehr Vorschub leistet, denn schon jetzt gibt es einen kreativen Butterberg, der wächst und wächst.

Wer Spaß an den Reden zur (Kultur- und) Kreativwirtschaft hat, findet die Streams hier: Förderung der Kreativwirtschaft

Diese Frage schwebt über der kürzlich veröffentlichten Media Mundo Empfehlung für nachhaltiges Kommunikationsdesign

Womussdesignbesserwerden-e1358882019125 in Wo muß Design besser werden?

wo muss design besser werden | oliver schuh

In der Presse Meldung heißt es:

Medienproduktion kann nur dann nachhaltig sein, wenn das zugrundeliegende Kommunikationsdesign von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt diesen Anspruch ebenfalls erfüllt. Damit fällt dem Design eine große und verantwortungsvolle Aufgabe zu.
Die 6. Media Mundo-Empfehlung gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Auftraggeber, Designer, Konzeptioner und Medienproduktioner.

„Technisch ist die Makulatur heute fast auf Null zu fahren. Konzeptionell sind wir leider noch weit davon entfernt. Design kann und muss hier Verantwortung übernehmen.“, so Oliver Schuh, der als Mitglied im Media Mundo-Beirat maßgeblich für die Erarbeitung der Empfehlung verantwortlich zeichnet.

Die Empfehlung „Nachhaltiges Kommunikationsdesign“ beleuchtet die gesamte Wertschöpfungskette eines Designs und zeigt die wichtigsten Stellschrauben auf dem Weg zu einem wirklich guten und damit nachhaltigen Design. Dieser beginnt idealerweise bereits in der Konzeptionsphase und bezieht alle am Prozess Beteiligten mit ein. Die Empfehlung plädiert dafür, dass alle benötigten Kompetenzen frühzeitig in einen offenen, fairen Austausch miteinander treten, um so die notwendigen nachhaltigen Weichenstellungen zu treffen.
Die Empfehlungen können online abgerufen werden unter: Outlink in Wo muß Design besser werden?http://www.mediamundo.biz/beirat/empfehlungen

Die Leckerli Generation …

… oder, wer konditioniert hier eigentlich wen?

Sie kennen das sicher aus der Haustier-TV-Industrie, aus eigener Erfahrung mit HundetrainerInnen oder Gassibekanntschaften. Der Hund, des Menschen treuester Freund und Intelligenzbestie per se, wird auf Belohnung konditioniert. Nicht auf Gehorchen, nein auf Belohnung. Klingt komisch? Ist es auch.

Nun sind wir seit einem guten Jahr Hundebesitzer. Nicht ohne Erfahrung. Ich selbst komme quasi aus einer Hundefamilie. Zwar wurde ich als Kleinkind nicht von unserer Fox Terrierin Susi gesäugt, aber ich habe gern mit ihr Körbchen und Hundekekse geteilt.  Es folgten weitere Hunde und Erfahrungen. Nie benötigten wir etwa eine Hundeschule. Aber, man geht halt mit der Zeit und so besuchte wir dann doch eine sehr empfohlene Hundetrainerin. Uns ging es dabei nicht so sehr um das Abrichten unseres Mischlings, als vielmehr um den Spaß, den kleine Hunde miteinander haben können und sollen. Von wegen Sozialisierung. Weißt Du?

Sam1 in Die Leckerli Generation ...

sam | foto | ollischuh

Fazit – ich bin sicher, Sie ahnen es – nach sieben Hundeschulstunden, haben wir uns die letzten drei Stunden unserer Zehnerkarte geschenkt. Die Art und Weise, wie die Intelligenz der Hunde ad absurdum geführt wird, indem man die Tiere mit Leckerlis gefügig macht und bei jeder nur erdenklichen (guten) Aktion belohnt, ging uns schlicht gegen den Strich. Dabei ist die Belohnung an sich nicht verwerflich, wenn sie im Rahmen bleibt. Das eigentlich kuriose an dieser Methode ist das Ausbleiben von Sanktionen, wenn der Hund nicht gehorcht.

Beispiel gefällig?
Oft beobachtet, genauso oft erklärt, nie verstanden: Hund büxt aus, jagt durchs Unterholz und ist minutenlang weg. Alle Rufe, Pfiffe oder Gebärden nützen nix. Erstmal ist er futsch. Natürlich kommt er dann irgendwann wieder. Und was passiert dann? Genau. Er bekommt ein Leckerli. Warum? Na klar, er ist ja schlußendlich, sozusagen auf den letzten Ruf gekommen. Das sich der blöde Hund davor falsch benommen hat, kann er einfach nicht mehr verknüpfen, heißt es, und damit fällt dann jede Sanktion weg und er wird für die letzte gute Tat belohnt.

Da drängt sich doch die Frage auf: Wer konditioniert hier eigentlich wen?

Wenn schon kein Hundeverstand, aber mit einem Rest gesundem Menschenverstand* klappt es auch mit dem Hund. Man muß nur einfach mal nicht jeden Bissen schlucken, der einem vorgeworfen wird. Diese meine Sichtweise ist übrigens erwünscht übertragbar auf viele andere Situationen und Konstellationen unserer vermeintlich selbstbestimmten Gesellschaft. Und wer weiß, vielleicht übertrage ich diese krumme Haltung der Leckerli Generation ja noch auf andere Felder, wie Erziehung, Politik, Verbandswesen oder Marketing. ;-)

Frostigen Gruß vom Elbstrand!

 

*) Es erhebt sich die Frage, ob es überhaupt gesunden Menschenverstand gibt und woran sich dieser messen ließe? Und was wäre denn dann ungesunder Menschenverstand? An diesen kleinen Denkanstoß erinnere ich mich in einer Twitterdiskussion mit Sven Maschmann.

Das Lagerfeuer light …

… auf Grünkohltour in München

Es soll ja Leute geben, die tragen Eulen nach Athen oder fliegen zum Shoppen nach NY. Ich dagegen fuhr zum Grünkohlessen nach München, genauer Gauting. Und das, wo ich doch den besten Grünkohl vor der Tür habe und selbst begeisterter Grünkohlkoch bin! Aber, es ging natürlich um das längst überfällige Treffen, Sehen, Reden und richtig Kennenlernen einiger sehr guter Kontakte aus so Communities wie XING, FACEBOOK, TWITTER und Co.. Und zwar in echt und bunt. Wenn Sie es nicht schaffen zum Lagerfeuer in den Norden zu kommen, dann bringe ich halt das Lagerfeuer light in den Süden. Da kenn’ ich nix. Social Media Abstinenzler werden es vermutlich nie begreifen, wenn sie es nicht selbst einmal erlebt haben – mein Fazit ist wieder: Diese Menschen sind auch im wahren Leben genau so, wie ich sie im Web wahrnehme und schätze. Und allein für diese Erkenntnis lohnt die Reise über den Grünkohläquator!

Paul Schmidt, der den Grünkohl ein, zweimal vorgekocht und im Topf und Tasche in der S-Bahn nach Gauting verholt hat – was muss das für eine leckere Duftwolke in der Bahn gewesen sein – annektierte dann die Küche von Gastgeberin Bettina Stackelberg und gab dem Kohl den Rest.

Gruenkohlpinkel-e1357724250632 in Das Lagerfeuer light ...

grünkohl á la paul | foto | ragnar heil

Na? Schon Kohldampf? Ich hatte ihn, und bei diesem Anblick läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen, und wir wurden nicht enttäuscht. Oberlecker, mein lieber Paul! Und oberlecker auch das Dessert von Bettina, mit ordentlich Schoki! Schon am Abend wußte ich, ich gebe 12 Points – noch bevor ich wußte, wie das Frühstück ausfallen würde, denn ich war ja schon für die Zahnbürste gesetzt. Und es fiel genau nach meinem Geschmack aus: dampfender Kaffee und kernige Brötchen mit herzhaftem Wurstaufschnitt. Allerbest!

Besonders gefreut habe ich mich auch darüber, daß es Maren Martschenko noch möglich gemacht hat, dazuzustossen. Sie brachte mir auch dieses liebe Präsent mit:

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münchen mag dich | foto | olli schuh

Ich nehme Euch beim Wort und sage: dito! Last but not least, gab es für mich auch noch den Überraschungsgast Ragnar Heil, den ich bis dato – auch aus dem Web – noch nicht kannte, aber sehr gern kennengelernt habe!
Wirklich eine sehr runde Sache!

Man kann jedem einfach nur empfehlen von Zeit zu Zeit seine Social Media Kontakte mit echtem Leben zu füllen!
So macht es wirklich Spaß.

Wir sehen uns!
Spätestens beim nächsten Lagerfeuer. ;-)
Tschüssing
Olli

Marken ohne Logos

Eurokraten gibt es auch in Down Under

In einer kürzlich, bitter schmunzelnden Facebook Diskussion um die neuesten Eurokraten Ergüsse auf Spiegel Online (EU will Mentholzigaretten verbieten), kam quasi ein britisches Pfund auf den Tisch: Australien will laut Cigar Blog das sogenannte Plain Packaging umsetzen. Was so viel bedeutet, wie standartisierte Verpackungen, einheitliche Banderolen, einheitliche Schriften und Größen, plakative Warnhinweise, wie wir sie bereits von Zigarettenschachteln kennen UND es darf kein Markenlogo mehr Verwendung finden!

Das ist mal ein Pfund, oder?

Nun bin ich ja ein Verfechter der Maxime: der Inhalt muß halten, was die Verpackung verspricht, aber hier wird es doch ganz kurios. Das muß man erstmal sacken lassen.

Also liebe Leute, liebe Marketeers und liebe Designer. Das Verpackungsdesign, das Corporate Design, der ganze Markenauftritt überhaupt kommt künftig von Amtsschimmeln. Zumindest zunächst in Down Under bei den Zigarren.

Nun muß der Inhalt für sich sprechen. Hat ja auch was.

 

Heute mal ohne Foto. Wovon auch?

… besser geht es ohne ihr?

Nein. Sicher nicht. Am Ende wird eben doch immer bestraft, wer (Werbe-) Versprechen nicht hält. Werbetreibende sehen sich laut einer Umfrage des W&V und der Managementberatung Brands & Values in der »gesellschaftlichen Verantwortung« in Sachen Nachhaltigkeit. Offenbar sehen sie sich laut Leserbefragung nicht in der Verantwortung diese (soziale) Nachhaltigkeit auch zu leben. Zumindest mangelt es hier an Glaubwürdigkeit, so die erschreckende Zahl aus der Umfrage: »76% halten werbetreibende Unternehmen für nicht oder überhaupt nicht sozial nachhaltig«.

Wv Brandsvalues Chart-e1354796566184 in Glaubwürdigkeit ist eine Zier ...

umfrage nachhaltigkeit | w&v | brands&values

Wie passt das zusammen?
Einerseits das Bewußtsein für die Verantwortung, andererseits die mangelnde Akzeptanz der Befragten. Ich vermute, es liegt schlicht am Inhalt. Besser: am Nichtvorhandensein von nachhaltigem Inhalt. Da täuscht dann auch die Verpackung nicht darüber hinweg, daß viele Unternehmen, vermutlich die meisten, nicht leben, was sie plakatieren. Früher oder später – heutzutage wohl eher früher – kommt diese Diskrepanz ans Licht. Die Folge: Unglaubwürdigkeit.

Es wäre ja nicht weiter schlimm, würden Konsumenten solchen »Betrug« abstrafen. Tatsächlich besteht aber die Gefahr, daß diejenigen Unternehmen, die mit Leib und Seele nachhaltig agieren, in den Sog geraten, der Nachhaltigkeit nur zum Marketing-Trend verkommen läßt. Die Gefahr bestand und besteht natürlich immer. Insbesondere dann, wenn Nachhaltigkeit zum Alleinstellungsmerkmal erhoben wird.

(Soziale) Nachhaltigkeit sollte nicht zum Nutzen verbogen werden, sondern Selbstverständlichkeit sein.

Da stellt sich natürlich auch für Agenturen oder Kreative die Frage, ob oder inwieweit sie sich vor den Karren spannen lassen oder ihn gar antreiben? Wie sieht es da mit der gesellschaftlichen, mit der ethischen Verantwortung aus? Ich bin gespannt.

Alle Umfrageergebnisse als PDF.
Mit freundlicher Genehmigung von Chrisitan Conrad, Brands & Values, Management Consultants

Es lebe der Unterschied

Von Gleichmacherei und Orientierungslosigkeit

Nun ist es soweit. Die Gleichmacherei der Geschlechter findet nun auch Einzug in die (Kinder-) Werbewelt. Angeblich auf Zuruf empörter Eltern, stellt ein schwedischer Anbieter von Kinderspielsachen seine Artikel nun »gendergerecht« im Katalog dar. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Nun wird also auch die kleine Kati mit Plastik-Pump-Gun und der drollige Max mit karottenfressenden Plüschponies drappiert. Was für ein evolutionärer Schritt. Da haben die empörten Eltern, ob es die wirklich gab sei dahingestellt, mal eine richtig pädagogisch wertvolle Duftmarke gesetzt. Ich bin begeistert.

Wasbinich-e1354202341235 in Es lebe der Unterschied

was bin ich? | scribble | oliver schuh

Aber nein. Ich glaube ja eher, es liegt an der Orientierungslosigkeit von Unternehmen. Trotz oder vermutlich gerade wegen der auf’s i-Tüpfelchen differenzierten Marktanalysen, die den Entscheidern offenbar nicht helfen, sondern geradezu überfordern. Sie kennen das sicher aus Ihrem Alltag. Treffen Sie mal eine Kaufentscheidung von Produkten, die sich im Grunde nur marginal unterscheiden. Da helfen Ihnen die dutzendweise angepriesenen Features nicht die Bohne weiter. Die Verwirrung wird nur noch größer. Aber ich schweife ab.

Wo war ich? Ach ja, Orientierung. Kinder brauchen Orientierung. Besser, sie orientieren sich sehr schnell von ganz allein. Und zwar schneller, als einem manchmal lieb sein mag. Und Eltern fällt es schon schwer genug, Ihre lieben Kleinen vor dem überbordenden Werbewahnsinn zu bewahren. Aber das nun Spielzeug Anbieter die eigene Orientierungslosigkeit zum sozialen Stilmittel erheben und der Lüdden die Pump-Gun in die Hand drücken, hat nun wirklich nichts mit Fortschritt zu tun. Im Gegentum.

Echter Fortschritt wäre, wenn es so einen (Plastik-) Schrott (sowohl qualitativ, wie inhaltlich) nicht mehr geben würde. Das schützt unsere Kinder, gibt ihnen den Blick frei auf die Orientierung auf die es ankommt und schont die Umwelt.

Vermutlich sind wir aber selber Schuld. Nein. Wir sind selber Schuld. Wir sind schließlich die Gesellschaft. Sogenannte mündige Bürger, die Gleichberechtigung mit Gleichmacherei verwechseln. Laßt unsere Kinder doch Kinder sein. Der Rest findet sich von ganz allein.

In diesem Sinne: Es lebe der Unterschied – alles andere wäre doch langweilig.

 

P.S. einen entsprechenden Link liefere ich bewußt nicht. So viel Vorstellungskraft setze ich voraus.

Ich packe in meinen Koffer,…

…in meinen Koffer packe ich folgende Bücher:

Buecher-e1351263945598 in Ich packe in meinen Koffer,...

rezensionsexemplare und geschenke | foto | ollischuh

Rezensionsexemplar 1:
»Konflikte lösen«

Praktische Tipps für erfolgreiches Konfliktmanagement
von Kirstin Nickelsen

Geschenk 1:
»Egal, was Du denkst, denk das Gegenteil«

von Paul Arden

überreicht von Annika Röber

Rezensionsexemplar 2:
»Karrierestart für Hochschulabsolventen«

Selbstbewusst. Erfolgreich. Authentisch
von Bettina Stackelberg

Geschenk 2:
»REWORK«

von Jason Fried & David Heinemeier Hansson

überreicht von Daniela Harder

Geschenk 3:
Blindband

überreicht vom Verlag Hermann Schmidt | Mainz

Mein Scribble Buch, indem schon der grobe rote Faden für’s eigene Buch nach 25 Jahren Selbständigkeit schlummert.

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