die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Angstfrei arbeiten

Selbstbewusst und souverän im Job
Dieses kompakte Büchlein von Bettina Stackelberg hat auf den ersten Blick ja so gar nichts mit Typografie, Design oder Marketing zu tun. Themen, die sich hier auch immer wieder in Form von Buchrezensionen finden. Also warum, wird sich vielleicht die Eine oder der Andere fragen, erwähnt der Kerl dies Büchlein?

Vielleicht weil es farblich passt?
Nein. Purer Zufall.

Oder weil es mit einer wunderbaren Widmung versehen ist?
Das wäre ein schöner Grund, aber nein.

Ich empfehle einfach dieses wunderbare Werk insbesondere auch meinen KollegInnen aus der Kreativbranche, weil ich glaube, daß es vielen helfen wird, entspannter, selbstbewusster und eben souveräner auf Auftraggeber zuzugehen oder sich selbstsicherer präsentieren zu können. Auch mal »Nein« sagen, will gelernt sein. Seinen Standpunkt angstfrei und selbstbewusst vertreten. Alles Dinge, die die Arbeit eines Kreativen gern und oft erschweren.

Bettina Stackelberg zeigt Wege aus der Angst, aber auch den guten Umgang mit dem Schutzmechanismus Angst. Und das völlig entspannt – ohne angsteinflössende Tiefenpsychologie. ;-)

Obwohl ich aus einem völlig anderen Grund, der hoffentlich bald noch hier näher erläutert wird, dieses Werk bestellt habe, stelle ich fest, daß es mir sozusagen präventiv hilft, schon jetzt vor anstehenden großen Entscheidungen mal bewußt durchzuatmen und die Dinge, die auf mich zukommen gelassen anzugehen.
Insofern die Extraempfehlung: Nicht erst lesen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Angstfreiarbeiten in

angsfrei arbeiten | foto | oliver schuh

Angstfrei arbeiten – Selbstbewusst und souverän im Job
von Bettina Stackelberg

Verlag C. H. Beck
126 Seiten broschiert
6,80 Euro

Ein Interview …

… im AGD Magazin ein|viertel 2010
Die Themen für die vierteljährlich erscheinenden Ausgaben des AGD Magazins »viertel« werden von der AGD Redaktion immer rechtzeitig bekanntgegeben, damit auch und gerade die Mitglieder Gelegenheit haben sich einzubringen. Das Topthema für das erste »viertel« diesen Jahres hieß »Publizieren«. Das fand ich interessant. Kaum zu Ende gedacht bat mich Christina Sahr, AGD Redakteurin um ein Interview.  Das nennt man Gedankenübertragung.

Ihre Fragen und meine Antworten darf ich hier mit freundlicher Genehmigung der AGD Redaktion veröffentlichen.
Der AGD Kollege Malte Christensen wurde auch befragt, die Antworten habe ich hier aber zunächst auskopiert, ähneln sich aber sehr.

Agdeinviertel2010 in

agd ein|viertel 2010 | titelgestaltung | markus büsges

Welt weites Wissen 2.0
Wissen und Meinungen frei im Netz zu verbreiten, ist heute so üblich, wie es noch vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen wäre. Oliver Schuh und Malte Christensen nutzen das Web 2.0 sehr aktiv, und wir haben ihnen Fragen zur Gegenwart, zur Zukunft und zu ihrem persönlichen Umgang mit dem Medium gestellt. Beide versicherten, die Antworten hätten Bände füllen können.

1.) Was denkst Du, welche Position Wikis und fachliche Foren im Vergleich zu Lexika und Fachzeitschriften haben? Und wie schätzt Du die zukünftige Entwicklung ein?
OS: Anfänglich habe ich Wikis und Fachforen mit Vorsicht genossen. Mittlerweile erscheinen mir die Wikis allerdings recht ordentlich gepflegt und recherchiert zu sein. Gerade am Arbeitsplatz sind Wikis ideal und eben auch kostenlos. Fachforen sind oft auch geprägt von gepflegtem Halbwissen, sie geben nicht immer die ultimative Lösung, aber Rat und zeigen Tendenzen oder Ansätze auf, die weiterentwickelt werden können. Wer sich bisher Lexika oder Fachbuch geleistet hat, wird dies auch weiterhin tun. Bei Fachzeitschriften, die oft auch marktorientiert sind, könnte das anders aussehen.

2.) Wie beurteilst Du Kommentar-Foren, wie man sie z.B. bei Online-Zeitungen und -Magazinen findet? Interessant, überflüssig, etwas ganz anderes?
OS: Das verfolge ich nicht wirklich intensiv. Wenn ich davon erfahre, dann durch Mund-zu-Mund-Propaganda, und dann sind es meist interessante und diskussionswürdige Ansätze. So funktioniert Social Media. Ich erhalte von affinen Menschen Hinweise auf gute Beiträge, z.B. via Twitter. Gewissermaßen gefilterte Schwarmintelligenz.

3.) Stellst Du selber Wissen ins Netz? In welcher Form, und was bedeutet das für Dich persönlich? Im Berufsalltag und im privaten Alltag?
OS: Ja, ich gebe mein Wissen ständig weiter. Im Kollegenkreis, aber auch dem Auftraggeber gegenüber. Es ginge gar nicht ohne.
Seit 2006 bin ich in der Business Community XING aktiv, teile und erhalte dort natürlich Wissen. Daraus ergeben sich Kontakte zu Kollegen und potenziellen Auftraggebern.
Hinzu kommt unser Weblog http://blog.diegebrauchsgrafiker.net, der zeigt, wie wir ticken. Das Verfassen von Beiträgen ist ein schönes Mittel zur Reflexion. Die Auseinandersetzung mit einem Thema in schriftlicher Form ist deutlich konzentrierter, als Parolen am Stammtisch. Am Ende hilft es aber auch, sattelfester in der eigenen Argumentation zu werden.

4.) Welche Erwartungshaltung hast Du an andere im Bezug auf das zur Verfügung stellen ihres Wissens? Was sollte ins Netz? Was darf nicht ins Netz? Wo ist Konfliktpotenzial.
OS: Zunächst einmal erwarte ich nichts. Wenn allerdings doch Kommentare kommen, erwarte ich schon einen respektvollen und möglichst fundierten Umgang. Und ich erwarte in Diskussionen Flexibilität, Offenheit für Positionsänderungen und keine Grabenkämpfe. Das Netz ist die ideale Möglichkeit für Kreative, sich zu äußern und damit seine Kompetenzen zu zeigen. Kreative haben hier die wunderbare Möglichkeit, ihre Auftraggeber zu differenzieren, zu filtern. Potenzielle Auftraggeber werden aufmerksam oder eben »abgeschreckt«. Anfragen kommen dann nur noch von denen, bei denen das Eis bereits gebrochen ist.
Diffamierungen, Diskriminierungen, Propaganda, Unwahrheiten, einseitig Internes oder Rosenkriege gehören selbstverständlich nicht ins Netz.

5.) Hast Du eine Vorstellung, wie unsere Informationswelt in zehn und in zwanzig Jahren aussehen wird?
OS: Zehn Jahre Entwicklung sind heutzutage ja schon eine irre Zeit. Zwanzig Jahre – gar nicht auszudenken. Ich denke in den nächsten Jahren werden immer mehr Verlage ihr Wissen kostenpflichtig ins Netz stellen. Um im Überangebot von Wissen, Halbwissen und Unwahrheiten den Durchblick zu behalten, werden sich neue Qualitätsstandards entwickeln (müssen). Auch im Journalismus. Sicher kostenpflichtig.
Politik und Wirtschaft müssen lernen, mit mitsprechenden Bürgern und Konsumenten zu kommunizieren.

6.) Noch etwas?
OS: Die bloße Publikation ist lange nicht mehr Garant für Qualitätsgehalt, Richtigkeit oder neue Erkenntnisse. (Siehe die inflationäre Flut von Marketing-Ratgebern) Das wird im Netz nicht besser werden. Allerdings bringt das Netz auch Menschen hervor, die Gutes und Richtiges zu sagen haben, die sonst nie erhört würden. Es gilt, diese Perlen zu entdecken.
Wie nach jeder Reizüberflutung sehnt sich der Mensch dann wieder nach Einfachheit. Schon jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich mir dann ein schönes Buch schnappe und gemütlich vorm Kamin schmöker. ;-)

Die Interviews führte Christina Sahr

Xing Orange in

c. sahr | agd redaktion

Übrigens, die AGD »viertel« sind auch für Nichtmitglieder, Auftraggeber und Interessierte zu beziehen: AGD Shop

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Eine schöne Geste

oder: so funktioniert Social Media
Für mich zumindest. Kürzlich hatte ich via Twitter eine Empfehlung für den Verlag Hermann Schmidt Mainz, der dort als @VerlagHSchmidt lesenswerte Neuigkeiten aus dem Verlagswesen rund um Typografie und Design zum Besten gibt, ausgesprochen. Und ich tat es gern und aus voller Überzeugung. Wer mich kennt, wird wissen, daß ich mit Empfehlungen nicht inflationär um mich werfe. Vielleicht eine norddeutsche Haltung. Das Gute: die Empfohlenen dürfen sich etwas darauf einbilden. ;-)

Und dann das:

Grusskarte in

grusskarte | foto | oliver schuh

Eine echte Grußkarte mit einem handverfasstem Dankeschön auf der Rückseite vom Verlag Hermann Schmidt – per Post, mit Marke!
Und was für eine Marke? Eine Tagetes! Unsere Corporate Flower.

Wenn das kein Zufall ist? Oder?

Ich habe mich jedenfalls sehr über diese Geste gefreut.
Und eben genau diese Gesten machen für mich Social Media lebendig und wertvoll.
Ein Paradebeispiel für Kunden- oder Freundebindung ohne viel Tamtam. Allerbest.

Man liest sich. ;-)

P.S.: Nur, es muß ab jetzt Neue Straße 20 heißen. ;-)

Der Imperator im Damensattel

Der Titel ist Programm
Das Titelbild sowieso. Dieses knuffige Büchlein kommt in aufwendiger Aufmachung daher. Fester Einklappdeckel und Seiten in Feinstkarton lassen vergessen, daß es sich um ein Taschenbuch handelt. Kurze Zeilen, luftige Gestaltung, aber natürlich in erster Linie die Schreibe des Verfassers Volker Remy, laden zum sofortigen Lesen in einem Rutsch ein.

In allererster Linie richtet sich dieses Werk an Kreative und handelt von Kreativen. Aber auch Menschen die nur bedingt mit dieser Spezies in Berührung kommen, werden ihre Aha-Erlebnisse haben. Es ist kein Leitfaden! Es gibt Denkanstöße, es rüttelt wach und es lädt dazu ein, sich mal neben sich zu stellen. Größer denken, anders denken oder auch mal gar nicht denken.

»Mit ein bisschen Phantasie hätte man alles beim alten lassen können«. Das trifft es.

»Crowdsoßing« – mein Lieblingswort.

Was das Schmunzeln und die Tränendrüsen anbelangt, schließe ich mich gern der Kollegin Heike Baumgärtner an, die in ihrem Blog treffend beschreibt.
Für mich ganz persönlich stelle ich viele Parallelitäten fest. Fast würde ich meinen, Teil dieses Buches zu sein. Klasse.

Imperator in

der imperator im damensattel | foto | oliver schuh

»DER IMPERATOR IM DAMENSATTEL«
Dein täglicher Triumph

Volker Remy

erschienen im Graco Verlag Berlin 2009
ISBN 978-3-00-022873-5

Mittlerweile gibt es schon einige Rezensionen, die alle ihren eigenen Charme haben, aber trotzdem sehr einhellig in Ihrer Meinung sind.
Ich liste hier gern mal, weil sich allein diese schon sehr spannend und kreativ lesen:

Geistesblitz: V. Remy: Der Imperator im Damensattel
Berufung selbständig: Die Diva ‘Kreativität’ vom Sockel gezupft: Der Imperator im Damensattel
Gemeinschaftsraum von bblogs.de: Der Imperator im Damensattel
Büro Hochweiss: Buchempfehlung »Der Imperator im Damensattel« von Volker Remy
die karrierebibel: Imperator im Damensattel – Trübe Tage bringen den Geist auf Trab
Herr Wurzel: Der Imperator im Damensattel
Erfolg-Reich-Online: »Der Imperator im Damensattel«
Arthopia: Buchrezension »Der Imperator im Damensattel« von Volker Remy
XING brand eins Community: This comment is: no comment.
DESIGNER IN ACTION: Der Imperator im Damensattel
matthias knust | brave new photographer: Die Nase in Bücher stecken

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Ein Blindband für gute Ideen!

Oder für eine gute Idee einen Blindband
Wie man es auch dreht und wendet, herausgekommen ist eine schöne Aktion.
Kürzlich berichtete, der in Designer- und Typografenkreisen allseits bekannte Verlag Herman Schmidt Mainz, voller Stolz von der Fertigstellung seines Blindbandes (ein unbedrucktes, fertig gebundenes Handmuster) für das neue Werk »Retrofonts« in Twitter:

»Als wir das Blindmuster des „knuffigen” Buchs in der Hand hielten, waren wir so begeistert, dass wir unsere Freude an dem Band mit unseren Followern auf twitter teilten. gebrauchsgrafik zwitscherte sofort zurück „hätt ich auch gern”. Wir nehmen Ihre Wünsche ernst. Und unser Buchbinder nimmt nach Retrofonts eine kleine Palette 90-Gramm-Naturpapier von Lessebo Design auf die Straße, PEFC zertifiziert, und bindet zum Abschluss eine limitierte Kleinauflage neutraler Halbleinenbände in Format und Ausstattung von Retrofonts.

Eins für Oliver Schuh aus Hamburg, der uns auf die Idee brachte, eins für Sie – solange der Vorrat reicht. Für eigene Schriftentwürfe, Skizzen, Erinnerungen – und gute Ideen!«

Ich erlaube mir hier aus dem Newsletter vom Verlag zu zitieren, weil ich es zum einen für eine schöne Geste halte und zum anderen ein sehr schönes Beispiel für richtig verstandenes Social Media Marketing ist. Erstklassig!

Erstklassig aber natürlich auch der Blindband. Ein wirklich hervorragend verarbeitetes Buch mit wundervollem Papier. Fast zu schade zum skizzieren. Und darum ist es noch jungfräulich unbekritzelt. Ja, ich bin so einer, der sich sogar an einem Papierstapel erfreuen kann. ;-) Und erstklassig ist damit natürlich auch die Verkaufsförderung des Verlages, denn meine Kinder – klar, beide Zeichentalente – fordern ihr eigenes Skizzenbuch. Da kann ich schwerlich nein sagen.

Wer es denn schafft, diesen Wälzer zu füllen, der kann mit Recht behaupten sein eigenes Werk geschaffen zu haben. Fangen wir an. ;-)

Blindband in

blindband | foto | oliver schuh

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konzept 01 markenkommunikation im buchhandel

Grundidee

Trotz der Vielzahl elektronischer Medien, Kommunikations-, und Informationsmöglichkeiten, haftet dem Buch immer noch eine besondere Glaubwürdigkeit und Kompetenz an.

Was liegt näher, als sich genau dieses in der Kommunikation für Markenartikel zu Nutze zu machen.

Die inhaltliche Kernkompetenz einer Marke wird in Form eines professionell produzierten Buches über den Buchhandel zum Verbraucher transportiert.

Der Effekt ist doppelseitig:

Zum Einen wird aufgrund der Markenbekanntheit der Absatz des Buches forciert.

Zum Anderen wird über das besondere Medium und die glaubwürdigen Inhalte das Markenimage gefestigt und die Markenbindung erhöht.

Zielbranchen

Interessant ist dieser Ansatz insbesondere für Marken aus dem Nahrungsmittelbereich. Hier lassen sich Markenkompetenz und komsumentenrelevante Themen sehr gut und glaubwürdig in erfolgreiche Kochbuchkonzepte integrieren.

Aber auch andere Branchen können sich diesen Effekt zu Nutze machen, z.Bsp. Reise- und Tourenführer für Outdoor-Ausrüster.

Entscheidend ist letztendlich, welchen inhaltlichen Mehrwert die Marke dem Verbraucher glaubwürdig vermitteln kann.

Sollten Sie jetzt sagen: “Mensch, die Idee ist gar nicht so übel.”, dann lassen Sie uns einfach mal näher drüber reden. Bei uns liegen Konzeption, Gestaltung, Inhalt, Produktion und Distribution in den Buchhandel in einer Hand.

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