die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Mühlhausen 2011

Herzenswerke – Arbeiten auf eigene Gefahr

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“Jage Geld und Sicherheit nach, und dein Herz wird sich niemals öffnen.”
Laotse, Tao Te King, Peter Kobbe (Übers.)

  • AGD Jahrestagung 2011
  • 29. September bis 1. Oktober
  • im Puschkinhaus Mühlhausen (Thür.)
  • Anmeldung bis 15. September [PDF]
  • AGD-Mitglieder 50,- Euro, sonst 150,- Euro

Wir feiern: Die AGD wird 35. Das nehmen Lutz Hackenberg und andere AGDler, die sich gern als die “alten Hasen” bezeichnen (lassen), zum Anlass, uns auf eine kleine Reise von den Anfängen der AGD bis zu ihrer Gegenwart mitzunehmen.

Donnerstag, 29. September

  • ab 12.00 Uhr
    Catering und Treffpunkt im Puschkinhaus
    AGD Einladung
    Registrierung der Teilnehmer
  • ab 12.00 Uhr
    Markt der Möglichkeiten im kleinen Saal
    Aussteller: Geese Papier | Druckerei Lokay | Holtz GmbH
  • 14.30 – 14.45 Uhr
    Eröffnung der AGD Jahrestagung 2011
    Andreas Jacobs, AGD Vorstandsvorsitzender
  • 14.45 – 15.30 Uhr
    Die Passion des Schreibens – „Arbeiten auf eigene Gefahr“
    Prof. Gottfried Pott, Wiesbaden
  • 15.30 – 16.15 Uhr
    Hinterm Tellerrand geht’s weiter! – „Erfolg mit Kreativität und Nachhaltigkeit in einer sich wandelnden Designerwelt“
    Christhard „Otto“ Landgraf
  • 16.15 – 17.00 Uhr Kaffeepause
  • 17.00 – 17.45 Uhr
    Einsam ist nicht kreativ. Ausbruchsversuche aus dem Mainstream-Gefängnis
    Volker Remy
  • 17.45 – 18.30 Uhr
    Herzenssache
    Juli Gudehus, Berlin
  • 18.30 – 20.00 Uhr
    Designers’ Dinner im Puschkinhaus
    AGD Einladung
  • 20.00 – 21.30 Uhr
    35 Jahre AGD
    Lutz Hackenberg und Gäste
  • 21.30 – open end
    Tagesausklang im Puschkinhaus

 

Freitag, 30. September

  • ab 9.30 Uhr
    Markt der Möglichkeiten im kleinen Saal
    Aussteller: Geese Papier | Druckerei Lokay | Holtz GmbH
  • 9.30 – 10.00 Uhr
    AGD Vorstandsvisionen
    Torsten Meyer-Bogya, Sabine Reister, Vorstandsmitglieder
  • 10.00 – 10.45 Uhr
    Ein Traum, eine Zeitschrift, ein Buchstabe – von der Schwierigkeit, einen Herzenßwunsch wahr werden zu lassen
    Boris Buchholz, Berlin
  • 10.45 – 11.30 Uhr Kaffeepause
  • 11.30 – 12.45 Uhr
    Wenn die Grafik den Raum erobert – unterwegs auf einer Schnittstelle
    Beate Grübel, Wiesbaden
  • 12.15 – 13.00 Uhr
    Bücher aus Leidenschaft
    Prof. Gregor Krisztian, Darmstadt-Eberstadt
  • 13.00 – 14.30 Uhr
    Designers’ Lunch | AGD Einladung
  • 14.30 – 15.15 Uhr
    Drei kleine Begebenheiten aus meinem Privatleben oder der Mehrwert in diesem Beruf
    Regina Maxbauer, Hannover
  • 15.15 – 16.00 Uhr
    „Anni kocht in Münster“ – Ein kulinarischer Erfolg
    Lisa Nieschlag und Lars Wentrup, Münster
  • 16.00 – 17.00 Uhr Kaffeepause
  • 17.00 – 17.45 Uhr
    Projekt Gold – Film und Design: Unsere Welt des Filmemachens zwischen Auftrag und freien Projekten
    Simone Wendel und Mario A. Conte, Mannheim
  • 17.45 – 18.45 Uhr
    NEA MACHINA – Die Kreativmaschine Kopf-Bauch-Hand-Computer
    Thomas und Martin Poschauko, Bad Feilnbach
  • 18.45 – 19.15 Uhr
    Fazit und Ausblick 2012
    Victoria Ringleb und Andreas Jacobs
  • 19.15 – 20.00 Uhr Sektpause
  • 20.00 – 22.00 Uhr
    Designers’ Grill & Buffet im Puschkinhaus
    Selbstzahler
  • 22.00 – open end
    Musik im Puschkinhaus
    Mit dem AGD Note Directors Club und AGDisco mit DJ Doc

 

Samstag 1. Oktober

  • ab 9.30 Uhr
    AGD Netzwerk im kleinen Saal
    Arbeiten zeigen, Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen.
    Mitreden und mitgestalten in der Creative-Lounge
  • 13.30
    Tagungsausklang
    Mit dem AGD Note Directors Club, Sekt und Suppe
    AGD Einladung
  • 15.00 Uhr
    AGD Wanderung
    Wandern unter freiem Himmel bewandert
  • Anmeldung bis 15. September [PDF]
  • AGD-Mitglieder 50,- Euro, sonst 150,- Euro

Design rechnet sich

Punkt.

 

Natürlich nur, wenn das Ziel bekannt ist und die Richtung stimmt. Ohne Ziel und Konzept nützt das professionellste Design nichts und umgekehrt bringt das stärkste Konzept nicht den gewünschten Erfolg, wenn es nicht perfekt visualisiert wird. Einleuchtend, oder?

Damit Design sich für Auftraggeber und Auftragnehmer rechnet, gibt es ab dem 15. Juni die umfangreich überarbeitete 8. Neuauflage des »VTV Design« (Vergütungstarifvertrag Design). Die Herausgeberin AGD – Allianz deutscher Designer, lädt zur Veröffentlichung ein. [weiter hier]

Vtv in

vtv design | agd | motiv katja becker + peggy stein

AGD Forum

für alle · von allen
Neulich habe ich den wohl kürzesten Bericht als Moderator des internen AGD Forums auf der AGD Mitgliederversammlung in Kassel vorgetragen. Da allerhand Themen anstanden, wurde ich gebeten meinen Bericht möglichst kurz zu fassen. Ich brach also meinen vermutlich anderthalbstündigen Vortrag auf anderthalb Minuten herunter. ;-)
Für langweilige Statistiken war die Zeit zu knapp und das Material zu dürftig und so habe ich mich optisch auf nur ein Motiv beschränkt, in der Hoffnung, daß es bei dem einen oder der anderen Kolleginnen etwas auslöst.

Agd Forum Bericht in

agd forum | foto | panthermedia

Die AGD, Allianz deutscher Designer, ist als Verband bereits eine Community. Ihre Mitglieder treffen sich real in kleinen Gruppen in den Regionen oder auf Tagungen und Mitgliederversammlungen. Allerdings, verglichen mit der Anzahl von rund 3.000 Mitgliedern, eher in kleinen Kreisen. Die große Mehrheit schweigt.

Das ist im Forum nicht anders. Auch in öffentlichen Foren wie XING ist das so: Die Mehrheit genießt und schweigt. Sie nimmt ohne zu geben. Dabei ist das Geben und Nehmen oder auch das Teilen von Wissen das fundamentale Prinzip von Communities und Netzwerken. Zeitfresser höre ich oft. Und kann es nicht begreifen.

Klar, wer XING, Facebook und Co. nur zum Tratschen und Klatschen verwendet, sich ausser mit einem Profil vielleicht gar nicht zeigt, wird sich sicherlich nicht wundern dürfen, wenn am Ende nichts hängen bleibt. Und das sagt einer, der täglich zumindest einen dampfenden Kaffee twittert. Ja, aber wo kann man sich in Firmen oder auch auf Parties am besten unterhalten? Wo bekommt man mit, was und wie es läuft? Wo tauscht man sich aus? Richtig. In der Küche, direkt an der Kaffeemaschine.

Schlecht ist, wenn jede Abteilung, jedes Gewerk oder jede Fachrichtung seine eigene Küche hat, wie von Volker Remy hier geschildert: ‘Interne Community’ III. & letzter Teil
Da fehlt dann eben die gegenseitige Befruchtung und die fachübergreifende Durchmischung, die dann letztendlich auch zu echten Nutzennetzwerken führen.

Die AGD richtet sich an die professionellen Kreativen aller Fachbereiche. Und sie hat eine große Küche. Das interne Forum.

Ich hoffe, mein nächster Bericht fällt länger aus. ;-)

Ein Interview …

… im AGD Magazin ein|viertel 2010
Die Themen für die vierteljährlich erscheinenden Ausgaben des AGD Magazins »viertel« werden von der AGD Redaktion immer rechtzeitig bekanntgegeben, damit auch und gerade die Mitglieder Gelegenheit haben sich einzubringen. Das Topthema für das erste »viertel« diesen Jahres hieß »Publizieren«. Das fand ich interessant. Kaum zu Ende gedacht bat mich Christina Sahr, AGD Redakteurin um ein Interview.  Das nennt man Gedankenübertragung.

Ihre Fragen und meine Antworten darf ich hier mit freundlicher Genehmigung der AGD Redaktion veröffentlichen.
Der AGD Kollege Malte Christensen wurde auch befragt, die Antworten habe ich hier aber zunächst auskopiert, ähneln sich aber sehr.

Agdeinviertel2010 in

agd ein|viertel 2010 | titelgestaltung | markus büsges

Welt weites Wissen 2.0
Wissen und Meinungen frei im Netz zu verbreiten, ist heute so üblich, wie es noch vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen wäre. Oliver Schuh und Malte Christensen nutzen das Web 2.0 sehr aktiv, und wir haben ihnen Fragen zur Gegenwart, zur Zukunft und zu ihrem persönlichen Umgang mit dem Medium gestellt. Beide versicherten, die Antworten hätten Bände füllen können.

1.) Was denkst Du, welche Position Wikis und fachliche Foren im Vergleich zu Lexika und Fachzeitschriften haben? Und wie schätzt Du die zukünftige Entwicklung ein?
OS: Anfänglich habe ich Wikis und Fachforen mit Vorsicht genossen. Mittlerweile erscheinen mir die Wikis allerdings recht ordentlich gepflegt und recherchiert zu sein. Gerade am Arbeitsplatz sind Wikis ideal und eben auch kostenlos. Fachforen sind oft auch geprägt von gepflegtem Halbwissen, sie geben nicht immer die ultimative Lösung, aber Rat und zeigen Tendenzen oder Ansätze auf, die weiterentwickelt werden können. Wer sich bisher Lexika oder Fachbuch geleistet hat, wird dies auch weiterhin tun. Bei Fachzeitschriften, die oft auch marktorientiert sind, könnte das anders aussehen.

2.) Wie beurteilst Du Kommentar-Foren, wie man sie z.B. bei Online-Zeitungen und -Magazinen findet? Interessant, überflüssig, etwas ganz anderes?
OS: Das verfolge ich nicht wirklich intensiv. Wenn ich davon erfahre, dann durch Mund-zu-Mund-Propaganda, und dann sind es meist interessante und diskussionswürdige Ansätze. So funktioniert Social Media. Ich erhalte von affinen Menschen Hinweise auf gute Beiträge, z.B. via Twitter. Gewissermaßen gefilterte Schwarmintelligenz.

3.) Stellst Du selber Wissen ins Netz? In welcher Form, und was bedeutet das für Dich persönlich? Im Berufsalltag und im privaten Alltag?
OS: Ja, ich gebe mein Wissen ständig weiter. Im Kollegenkreis, aber auch dem Auftraggeber gegenüber. Es ginge gar nicht ohne.
Seit 2006 bin ich in der Business Community XING aktiv, teile und erhalte dort natürlich Wissen. Daraus ergeben sich Kontakte zu Kollegen und potenziellen Auftraggebern.
Hinzu kommt unser Weblog http://blog.diegebrauchsgrafiker.net, der zeigt, wie wir ticken. Das Verfassen von Beiträgen ist ein schönes Mittel zur Reflexion. Die Auseinandersetzung mit einem Thema in schriftlicher Form ist deutlich konzentrierter, als Parolen am Stammtisch. Am Ende hilft es aber auch, sattelfester in der eigenen Argumentation zu werden.

4.) Welche Erwartungshaltung hast Du an andere im Bezug auf das zur Verfügung stellen ihres Wissens? Was sollte ins Netz? Was darf nicht ins Netz? Wo ist Konfliktpotenzial.
OS: Zunächst einmal erwarte ich nichts. Wenn allerdings doch Kommentare kommen, erwarte ich schon einen respektvollen und möglichst fundierten Umgang. Und ich erwarte in Diskussionen Flexibilität, Offenheit für Positionsänderungen und keine Grabenkämpfe. Das Netz ist die ideale Möglichkeit für Kreative, sich zu äußern und damit seine Kompetenzen zu zeigen. Kreative haben hier die wunderbare Möglichkeit, ihre Auftraggeber zu differenzieren, zu filtern. Potenzielle Auftraggeber werden aufmerksam oder eben »abgeschreckt«. Anfragen kommen dann nur noch von denen, bei denen das Eis bereits gebrochen ist.
Diffamierungen, Diskriminierungen, Propaganda, Unwahrheiten, einseitig Internes oder Rosenkriege gehören selbstverständlich nicht ins Netz.

5.) Hast Du eine Vorstellung, wie unsere Informationswelt in zehn und in zwanzig Jahren aussehen wird?
OS: Zehn Jahre Entwicklung sind heutzutage ja schon eine irre Zeit. Zwanzig Jahre – gar nicht auszudenken. Ich denke in den nächsten Jahren werden immer mehr Verlage ihr Wissen kostenpflichtig ins Netz stellen. Um im Überangebot von Wissen, Halbwissen und Unwahrheiten den Durchblick zu behalten, werden sich neue Qualitätsstandards entwickeln (müssen). Auch im Journalismus. Sicher kostenpflichtig.
Politik und Wirtschaft müssen lernen, mit mitsprechenden Bürgern und Konsumenten zu kommunizieren.

6.) Noch etwas?
OS: Die bloße Publikation ist lange nicht mehr Garant für Qualitätsgehalt, Richtigkeit oder neue Erkenntnisse. (Siehe die inflationäre Flut von Marketing-Ratgebern) Das wird im Netz nicht besser werden. Allerdings bringt das Netz auch Menschen hervor, die Gutes und Richtiges zu sagen haben, die sonst nie erhört würden. Es gilt, diese Perlen zu entdecken.
Wie nach jeder Reizüberflutung sehnt sich der Mensch dann wieder nach Einfachheit. Schon jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich mir dann ein schönes Buch schnappe und gemütlich vorm Kamin schmöker. ;-)

Die Interviews führte Christina Sahr

Xing Orange in

c. sahr | agd redaktion

Übrigens, die AGD »viertel« sind auch für Nichtmitglieder, Auftraggeber und Interessierte zu beziehen: AGD Shop

 in

AGD Forumsmoderation

Für die gute Sache

Agd Website1 in

agd website

Natürlich weiß ich von meiner »Berufung« zum AGD Forumsmoderator. Aber ich habe da doch nicht schlecht über diesen Aufmacher und die Erklärung des Vorstandes der AGD Allianz deutscher Designer gestaunt. Dieses Vertrauen ehrt mich sehr und ich werde mit dem gleichen Engagement an diese Aufgabe gehen, mit dem ich schon die jetzt zweijährige AGD Gruppe auf XING, mit Hilfe der dortigen Moderatoren-Kollegen, betreut habe. In den Vorgesprächen war für mich klar, es muß eine Schnittstelle zwischen dem öffentlichen AGD XING Forum und dem geschlossenen Internem AGD Forum geben.

Das Forum auf XING ist für alle Interessierten, also auch Nichtmitglieder, potenzielle Auftraggeber, Lieferanten oder Kooperationspartner lesbar und bietet somit eine Plattform seine Kompetenzen zu zeigen. Während der geschlossene Forumsbereich auf der AGD Website den Mitgliedern zum Austausch dient. Da steckt viel Potenzial drin.

Ich bin gespannt, was hier bewegt werden kann.

Gruß vom Elbstrand

Oliver Schuh | agd | die gebrauchsgrafiker

Agd Charta Nachhaltiges Design in

Charta für nachhaltiges Design | Charta for Sustainable Design

Initiiert von der Alliance of German Designers (AGD)

1.
Einführung

Designerinnen und Designer sind in hohem Maße mitverantwortlich dafür, wie unsere Welt gestaltet wird. Design prägt, Design ist Vorbild und schafft neues Bewusstsein. Design verbraucht Ressourcen – manchmal mehr, manchmal weniger. Dem nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, mit der Umwelt und mit den Menschen, die noch über Generationen in dieser Welt leben können sollen, muss Design gerecht werden.

2.
Nachhaltiges Design ist ein Prozess

Wir begreifen nachhaltiges Design als Prozess. Nicht das 100%-nachhaltige Produkt steht im Vordergrund, sondern die schrittweise Verbesserung der bestehenden Produkte und Prozesse.

3.
Dimensionen nachhaltigen Designs

Nachhaltiges Design ist:

  • materialeffizient und materialgerecht
  • energieeffizient
  • schadstoffarm
  • abfallarm beziehungsweise abfallvermindernd
  • langlebig
  • recycling- und entsorgungsgerecht
  • logistikgerecht
  • nutzungsgerecht
  • sozial verträglich
  • wirtschaftlich und erfolgreich

4.
Gemeinsam mit dem Kunden

Die Unterzeichner streben an, gemeinsam mit dem Auftraggeber individuelle nachhaltige Konzepte für Design, Produktion und Nutzung zu entwickeln. Die Beratung von Auftraggebern ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung von nachhaltigem Design.

5.
Sozial nachhaltig

Nachhaltiges Design berücksichtigt die Arbeits- und Lebensbedingungen der am Entstehungsprozess beteiligten Menschen, erhält die Lebensräume von Menschen und Tieren und unterstützt sozial verträgliche Löhne und Arbeitsbedingungen. Ziel nachhaltigen Designs ist es auch, ausbeuterische Kinderarbeit und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen zu vermeiden.

6.
Die Unterzeichner der Charta verpflichten sich,

  • sich im Sinne des nachhaltigen Designs weiterzubilden,
  • energiesparende Produktionsweisen anzustreben,
  • den Verbrauch natürlicher Ressourcen einzuschränken,
  • bei der Beratung der Kunden auf ein möglichst umweltschonendes und
    sozial vertretbares Design sowie ressourcenschonende Produktionsweisen und Materialien hinzuwirken,
  • auf Langlebigkeit und einfache Benutzung zu achten.

Mehrheitlich angenommen auf der Mitgliederversammlung der Allianz deutscher Designer am 27. März 2009 in Dresden.

Die “Charta für nachhaltiges Design” steht in Kürze als ausfüllbares PDF-Dokument zum Download bereit.

Mit freundlicher Genehmigung der AGD Arbeitsgruppe für nachhaltiges Design.

Guten Aktionen gibt man ein Podium!
Eigentlich ist der Begriff “Nachhaltigkeit” für mich, nicht erst durch die aktuellen Geschehnisse, eher negativ besetzt. Jedenfalls weckt dieses Wort bei mir eher endgültige Assoziationen. Die Umwelt ist zerstört, eine Lebensform ist unwiderbringlich ausgestorben, ein Schaden ist irreparabel, ein Imageverlust hat langfristige Folgen, etc. etc., etc.
Sicherlich ist mit Nachhaltigkeit die positive Einflußnahme auf ökologisches, ökonomisches und soziales Verhalten gemeint. Dies kann aber nie ein endgültiges Stadium sein. Also, etwas ist nachhaltig und immerwährend positiv klingt für mich nicht plausibel. Aber ich bin ja auch kein Texter und vielleicht gehe ich von einer völlig falschen Seite heran. Egal.

Wichtig ist die Idee die dahinter steckt. Und diese gilt es zu unterstützen. Das fällt mir noch nicht einmal besonders schwer. Denn die meisten Punkte der Charta lebe ich sowohl privat, als auch geschäftlich.

Nachhaltiges Design beinhaltet für mich, daß Gestaltung und Entwicklung von Aussendarstellung oder Produkt eben dauerhaft Bestand hat, eben eine hohe Langlebigkeit. Wie das mit den immerwährenden Konsumanreizen und der eher trendigen Kurzlebigkeit von Konsumgütern zu vereinbaren ist, werden wir sehen. Ein Spagat eben.

Hier jedenfalls kann man auf der AGD Seite alles zur Idee lesen und eben, auch als Nicht-Mitglied, zeichnen:
Nachhaltiges Design in der AGD

Charta in

agd charta für nachhaltiges design | foto | oliver schuh

pitch: patsch

Wer pitcht verliert.

Der Kunde verliert, wenn er einen Pitch nicht sorgsam ausschreibt. D.h., wenn er nicht richtig recherchiert, welche Agenturen wirklich in Frage kommen und womöglich sogar öffentlich auslobt, letztlich also jeder teilnehmen kann. Und wenn die Ausschreibung, zu eben einer solchen Präsentation, nicht für alle Beteiligten gleich ist. Muß Kunde also Äppel mit Birnen vergleichen, hat er schon verloren. Zumindest aber ist es ein Glücksgriff, wenn er die richtige Agentur ausgewählt hat.

Die Agenturen sind eigentlich immer die Verlierer.
Das liegt in der Natur der Sache. Zumindest, wenn sie es wirklich nötig haben zu pitchen. Es ist vergleichbar mit Börsengeschäften. Immer wieder wird gesagt: spekuliere nur, wenn Du den Verlust auch verkraften kannst. Und Pitchen ist Spekulation. Reine Spekulation.

Letztlich muß die teilnehmende Agentur abwägen, wieviel Zeit und Geld sie in Ideenfindung und Präsentation investiert. Wieviel Verlust kann sie sich leisten? Wieviel können sich die Kontrahenten leisten? Wieviel Wettbewerber gibt es überhaupt? Wer sind diese? Und wie oft kann man sich eine Niederlage erlauben?

Kürzlich lese ich von einem Agenturscout, es wäre auch eine Chance sich durch die Teilnahme an Pitches bekannt zu machen. Kunden würden sich an die Teilnehmer erinnern und auch schon mal wieder auf entsprechende Agenturen zurückgreifen, wenn die Gewählte doch ein Fehlgriff war. Naja. Diese Aussichten laufen dann sicher in den Promillebereich. Zu Befürchten wäre doch eher die Sogwirkung. Und zwar die nach unten.
Zwei, drei verlorene Pitches machen sich sicher nicht unbedingt gut und sprechen sich auch herum.

Da fällt mir ein. Natürlich spreche ich nur von honorierten Pitches. D.h. Teilnehmer der Präsentationen erhalten auch ein Honorar. Anderen abstrusen Ausschreibungen möchte ich hier keine Plattform bieten.

Aber wie könnte man nun Pitches für alle Beteiligten sauber und sinnvoll organisieren?

Eine Idee:
1.) der Kunde sollte sorgfältig recherchieren oder auskundschaften lassen, welche Agenturen oder Ateliers wirklich in Frage kommen.

2.) er sollte kein Gesamtkonzept fordern, sondern eine überschaubare und zu vergleichende Teilarbeit ersinnen.

3.) hierzu sollte es dann ein akurates Briefing geben.

4.) Teilnehmer sollten die Möglichkeit zum Rebriefing bekommen.

5.) die Form der Präsentation sollte stark reglementiert sein. (z.B. 5 Pappen, DinA 3, basta)

6.) das Honorar sollte im adäquaten Verhältnis zum Anforderungsprofil stehen.

7.) sollte der Kunde doch ein Gesamtkonzept wünschen, welches dann auch umgesetzt werden soll, so könnte er die übliche Honorierung der Designleistungen, z.B. nach dem AGD Vergütungstarifvertrag Design ausloben. Diejenige Agentur deren Konzept umgesetzt wird erhält dann die entsprechenden Nutzungsvergütungen. So werden die “Verlierer” wenigstens für die tatsächlich erbrachte Designleistung bezahlt. Nur fair.

Ein sehr komplexes Thema und daher sicher nicht erschöpfend durchleuchtet. Aber vielleicht entwickelt sich ein Weg. Ich freu mich auf weitere Ansichten.

Gruß vom Elbstrand
Oliver Schuh

 in

stärkung der designwirtschaft

7f13a50240 in Als erster Designverband bezieht die AGD klar mit 15 Forderungen an die Politik Stellung: Der Urheberschutz muss ausgeweitet, der ermäßigte Steuersatz für Designleistungen grundsätzlich eingeführt und über die Künstlersozialabgabe muss seitens der Bundesregierung und der KSK besser informiert werden.

Quelle: www.agd.de

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