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»transparenz schafft akzeptanz«

Guten Aktionen gibt man ein Podium!
Eigentlich ist der Begriff “Nachhaltigkeit” für mich, nicht erst durch die aktuellen Geschehnisse, eher negativ besetzt. Jedenfalls weckt dieses Wort bei mir eher endgültige Assoziationen. Die Umwelt ist zerstört, eine Lebensform ist unwiderbringlich ausgestorben, ein Schaden ist irreparabel, ein Imageverlust hat langfristige Folgen, etc. etc., etc.
Sicherlich ist mit Nachhaltigkeit die positive Einflußnahme auf ökologisches, ökonomisches und soziales Verhalten gemeint. Dies kann aber nie ein endgültiges Stadium sein. Also, etwas ist nachhaltig und immerwährend positiv klingt für mich nicht plausibel. Aber ich bin ja auch kein Texter und vielleicht gehe ich von einer völlig falschen Seite heran. Egal.

Wichtig ist die Idee die dahinter steckt. Und diese gilt es zu unterstützen. Das fällt mir noch nicht einmal besonders schwer. Denn die meisten Punkte der Charta lebe ich sowohl privat, als auch geschäftlich.

Nachhaltiges Design beinhaltet für mich, daß Gestaltung und Entwicklung von Aussendarstellung oder Produkt eben dauerhaft Bestand hat, eben eine hohe Langlebigkeit. Wie das mit den immerwährenden Konsumanreizen und der eher trendigen Kurzlebigkeit von Konsumgütern zu vereinbaren ist, werden wir sehen. Ein Spagat eben.

Hier jedenfalls kann man auf der AGD Seite alles zur Idee lesen und eben, auch als Nicht-Mitglied, zeichnen:
Nachhaltiges Design in der AGD

Charta in

agd charta für nachhaltiges design | foto | oliver schuh

pitch: patsch

Wer pitcht verliert.

Der Kunde verliert, wenn er einen Pitch nicht sorgsam ausschreibt. D.h., wenn er nicht richtig recherchiert, welche Agenturen wirklich in Frage kommen und womöglich sogar öffentlich auslobt, letztlich also jeder teilnehmen kann. Und wenn die Ausschreibung, zu eben einer solchen Präsentation, nicht für alle Beteiligten gleich ist. Muß Kunde also Äppel mit Birnen vergleichen, hat er schon verloren. Zumindest aber ist es ein Glücksgriff, wenn er die richtige Agentur ausgewählt hat.

Die Agenturen sind eigentlich immer die Verlierer.
Das liegt in der Natur der Sache. Zumindest, wenn sie es wirklich nötig haben zu pitchen. Es ist vergleichbar mit Börsengeschäften. Immer wieder wird gesagt: spekuliere nur, wenn Du den Verlust auch verkraften kannst. Und Pitchen ist Spekulation. Reine Spekulation.

Letztlich muß die teilnehmende Agentur abwägen, wieviel Zeit und Geld sie in Ideenfindung und Präsentation investiert. Wieviel Verlust kann sie sich leisten? Wieviel können sich die Kontrahenten leisten? Wieviel Wettbewerber gibt es überhaupt? Wer sind diese? Und wie oft kann man sich eine Niederlage erlauben?

Kürzlich lese ich von einem Agenturscout, es wäre auch eine Chance sich durch die Teilnahme an Pitches bekannt zu machen. Kunden würden sich an die Teilnehmer erinnern und auch schon mal wieder auf entsprechende Agenturen zurückgreifen, wenn die Gewählte doch ein Fehlgriff war. Naja. Diese Aussichten laufen dann sicher in den Promillebereich. Zu Befürchten wäre doch eher die Sogwirkung. Und zwar die nach unten.
Zwei, drei verlorene Pitches machen sich sicher nicht unbedingt gut und sprechen sich auch herum.

Da fällt mir ein. Natürlich spreche ich nur von honorierten Pitches. D.h. Teilnehmer der Präsentationen erhalten auch ein Honorar. Anderen abstrusen Ausschreibungen möchte ich hier keine Plattform bieten.

Aber wie könnte man nun Pitches für alle Beteiligten sauber und sinnvoll organisieren?

Eine Idee:
1.) der Kunde sollte sorgfältig recherchieren oder auskundschaften lassen, welche Agenturen oder Ateliers wirklich in Frage kommen.

2.) er sollte kein Gesamtkonzept fordern, sondern eine überschaubare und zu vergleichende Teilarbeit ersinnen.

3.) hierzu sollte es dann ein akurates Briefing geben.

4.) Teilnehmer sollten die Möglichkeit zum Rebriefing bekommen.

5.) die Form der Präsentation sollte stark reglementiert sein. (z.B. 5 Pappen, DinA 3, basta)

6.) das Honorar sollte im adäquaten Verhältnis zum Anforderungsprofil stehen.

7.) sollte der Kunde doch ein Gesamtkonzept wünschen, welches dann auch umgesetzt werden soll, so könnte er die übliche Honorierung der Designleistungen, z.B. nach dem AGD Vergütungstarifvertrag Design ausloben. Diejenige Agentur deren Konzept umgesetzt wird erhält dann die entsprechenden Nutzungsvergütungen. So werden die “Verlierer” wenigstens für die tatsächlich erbrachte Designleistung bezahlt. Nur fair.

Ein sehr komplexes Thema und daher sicher nicht erschöpfend durchleuchtet. Aber vielleicht entwickelt sich ein Weg. Ich freu mich auf weitere Ansichten.

Gruß vom Elbstrand
Oliver Schuh

 in

stärkung der designwirtschaft

7f13a50240 in Als erster Designverband bezieht die AGD klar mit 15 Forderungen an die Politik Stellung: Der Urheberschutz muss ausgeweitet, der ermäßigte Steuersatz für Designleistungen grundsätzlich eingeführt und über die Künstlersozialabgabe muss seitens der Bundesregierung und der KSK besser informiert werden.

Quelle: www.agd.de

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