die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Oder: Never say, never change a running system

Und irgendwann kommt dann eben doch der Tag, an dem man sich den Mühlen einer Upgradeschleife hingeben muß. Quasi unverschuldet. Denn bislang war ich mit meinem ollen Betriebssystem Windows Vista und meiner Adobe Creative Suite 4 Mastercollection sehr zufrieden. Auch mein HP Pavilion aus dem Jahre 2008 tut hier täglich ohne Murren seinen Dienst. Murren. OK. Der Lüfter der Radeon Grafikkarte bekommt ab und an ein Tröpfchen Nähmaschinenöl und in dem Zuge saugt man auch schonmal durch. Aber das war es dann auch mit Inspektion oder gar Ersatz von Komponenten. Kurz: Ich habe bis zum heutigen Tage nicht wirklich etwas vermisst. Die Performance des Rechners kann immernoch mit heutigen Geräten mithalten. Das Betriebssystem hat mir nie Ärger bereitet und meine Mastercollection lies keine Wünsche offen. Ohnehin habe ich vermutlich kaum eine Ressource auch nur annähernd ausgeschöpft.

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upgrade | foto | oliver schuh

Warum also ein Upgrade. Genauer gesagt, warum ein Upgrade auf Adobe CC?
Hm. Warum eigentlich? So ganz genau kann ich es gar nicht mehr sagen. Vermutlich war es eine Mischung aus verschiedenen Gründen. Ein wichtiger Grund war wohl, daß mittlerweile Auftraggeber – warum auch immer – Adobe CC oder wenigstens CS6 ihr »eigen« nennen und man nicht das Nadelöhr zwischen Kunde, Kollegen und Medienproduktioner sein will. So sehr ich auch mit meiner altbackenen Haltung kokettiere. Es war denn also mehr ein Zugzwang, um den ewigen Rechtfertigungen aus dem Weg zu gehen. Ja. Ermüdungserscheinungen und fransige Unterlippe machten sich breit. Diese Energieverschwendung kann man sich auch sparen.

Kleinere Auslöser waren dann noch ein paar Features die mir einen Mehrwert suggerierten.

ABER, der vermutlich wichtigste Grund war Sohnemann, der sich mit Adobe Photoshop Testversionen probierte. Und da ja meine Kinder mal mein Imperium übernehmen sollen, konnte ich natürlich nicht umhin gleich die aktuelle Version zu buchen. Hier hätte es sicher keinen Sinn mehr gemacht eine alte CS4 Arbeitsplatzversion auf den, von meinem Sohn selbst zusammengestellten Monsterrechner mit Win 10 pro zu installieren. Also flugs noch geschaut, ob mein Rechner den Versionsprung verkraftet und siehe da, Adobe meint, mein Rechner schafft das und erlaubt CC parallel zu den bestehenden CS4 Versionen zu installieren. Prima.

Dachte ich.
Nachdem ich tatsächlich – und habe ich einmal eine Entscheidung getroffen, setze ich sie auch spontan um – die Fußfessel Abonnement ignoriert hatte und das komplette Paket gebucht habe, wollte ich es dann natürlich auch wissen. Und? Was war? Pustekuchen. Der Download von Photoshop CC funktionierte, doch die Installation nicht. Vista wird nicht unterstützt. Prima. Dieser Hinweis war vorher nirgendwo zu finden. Ein Systemcheck seitens Adobe VOR Buchung eines Abonnements wäre eine hilfreiche Möglichkeit.

Zwischenlösung.
Sohnemanns Win 10 pro Rechner mußte her. Plötzlich ist dann Adobe aber oberschlau und erkennt, daß Sohnemann bereits eine 7-Tage Testversion laufen hatte. Abgelaufen, wohlgemerkt. Kein Problem. Die Frage nach einer gültigen Adobe-ID konnte ich ja Dank käuflich erworbener Lizenz beantworten. Pustekuchen II. Stets verwies das schlaue CC auf eine bereits installierte, aber nicht mehr lauffähige Testversion. OK, dann deinstallieren wir den Quatsch mit der Testversion doch einfach. Pustekuchen III. Geht nur mit neuer oder alter ID, ich weiß es nicht mehr so genau. Weder die für die Testversion nötigen Zugangsdaten, noch die neue, käuflich legitimierte ID wurde angenommen.

Adobe Support Chat.
Dann fragen wir doch mal eine freundliche Dame, namens Elisabeth und erfuhren, daß wir zunächst den Adobe Creativ Cloud Manager hätten installieren sollen. Oder hieß es Applikation Manager? Ich weiß es nicht mehr genau. Doch eines weiß ich. Nirgendwo auf der Seite der im Abo zur Verfügung stehenden Applikationen (Programme) gab es den Hinweis, erst oder überhaupt diesen Manager zu installieren. Auch ist das Teil nicht prominent ganz oben aufgeführt, sondern befindet sich, vermutlich alphabetisch sortiert irgendwo mittenmang.
Und, natürlich funktionierte auch das nachträgliche Installieren nicht.

Es kommt noch besser.
Mit der neuen Info, es gäbe einen Applikation Manager, bin ich dann wieder an meinen Rechner gegangen und habe das Teil ganz stumpf dort installiert. Zack. Löpt. Ohne Murren lies sich das gute Stück auf meinem alten Vista Rechner einrichten. Mehr noch. Die im Manager gelisteten Programme ließen sich nun von dort aus installieren. Sieh mal einer an, dachte ich. Bis, ja, bis meine anfängliche Euphorie schwand. Denn während mir das Installations-Tool suggerierte, ich hätte nun InDesign, Photoshop und Illustrator CC auf meinem Rechner, holte mich am nächsten Tag, also nach einem Neustart die Ernüchterung wieder ein. Im Applikation Manager sah ich nun die richtige Bezeichnung der bereits installierten Versionen. Allesamt waren es lediglich CS6 Ausgaben.

Durchatmen.
Und eine weitere Nacht drüber schlafen, dachte ich. Denn ich war kurz vorm Storno. Und dann endlich die lange hinausgezögert Entscheidung ein System-Uprade auf Win 10 pro zu vollziehen. Immerhin hatte ich mir die vergallopierten Win 7 und 8 Experimente gespart. Systemcheck und siehe da, meine Kiste schafft auch diese Hürde noch mit einem Lächeln. Nur, Win 10 kann man selbstverständlich nicht einfach über Vista drüberbügeln. Und ehrlich gesagt, wäre mir dieser Weg auch viel zu unsicher. Also habe ich es wie Sohnemann gemacht, der sich vor einem Jahr seinen eigenen Rechner zusammengestellt hatte. Eine jungfräuliche Samsung SSD 850 EVO mußte her.

Arschglatt.
Blank wie ein Babypopo wurde flugs die neue SSD – eine ultraschnelle und solide Speicherplatte, die künftig ausschließlich für Betriebssystem und Adobe Applikationen zuständig sein wird – eingebaut. Win 10 pro drauf. Adobe Application Manager drauf. Die wichtigsten Programme – diesmal wirklich CC – drauf und superschnelle Ladezeiten genießen. Tatsächlich ein Quantensprüngchen in Sachen Performance. Das Gute an dieser Vorgehensweise: Das alte Betriebssystem mit allen funktionierenden »alten« Programmen bleibt erhalten und kann nach Bedarf im Bootvorgang ausgewählt werden. So entsteht ein völlig neuer Arbeitsplatz ganz auf Nummer sicher. Bis auf die neue Samsung SSD, war keine neue Hardware nötig. Kein Computerschrott, kein neues Gerät. Wenn das nicht nachhaltig ist? Sorry, HP. ;-)

Fazit: Ob sich das Adobe Upgrade gelohnt hat, vermag ich noch nicht zu beurteilen. Ich vermute, ich werde prozentual noch weniger ausschöpfen können. Allerdings hat das Abo eine Kettenreaktion ausgelöst, die ich geahnt und daher immer vor mir hergeschoben habe. Schlußendlich haben mich meine Umgebung und Adobe mit sanfter Gewalt zu einer Neuinstallation »gezwungen«.

An dieser Stelle möchte ich bitten von Beileidsbekundungen abzusehen. Ein Apple kommt mir nicht ins Haus. Vermutlich hätte ich in den letzten acht Jahren, in denen mein HP zuverlässig seinen Dienst versieht – und ein Ende ist nicht abzusehen – minimum vier Apple Rechner durchschleusen müssen. Und das ist dann gar nicht nachhaltig.

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… für Nachhaltigkeit im Design

Genau genommen, vollzog sich dieser Akt schon auf der BDG Präsidiumssitzung in Weimar, Ende 2015. Schließlich habe ich mich u.a. mit diesem Päckchen im Koffer auch zum BDG Präsidiumsmitglied wählen lassen. Also, mit einem ganz klaren Thema: Nachhaltigkeit im Design. Nun kommen die Weihen auch ganz analog, schwarz auf weiß und erinnern mich daran ein wenig Dampf zu machen.

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bdg berufung | foto | oliver schuh

So hat sich denn auch auf der letzten BDG Präsidiumssitzung in Hamburg ein Arbeitskreis aus den Präsidiumskolleginnen Leonie Altendorf (Wuppertal), Janina Lermer (München) und meiner Wenigkeit (Hamburg) gebildet. Schnell wird klar, die Position des Verbandes zum Thema Nachhaltigkeit zu erarbeiten ist so einfach, wie komplex. Wie man an meiner These »Gutes Design ist nachhaltig« aus dem Jahre 2011 ablesen kann. Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir in diesem Team einen guten Beitrag erarbeiten und leisten werden.

Ich bin sehr gespannt auf die Zusammenarbeit und bedanke mich für das Vertrauen insbesondere bei Dorothea Schwabe, Leiterin des Referats Design, die mich schließlich berufen hat.

6. Media Mundo Kongress 2015

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6. Media Mundo Kongress 2015

Am 11. November erwartet die Besucher des 6. Media Mundo Kongresses 2015 wieder eine illustre Auswahl an Rednern und Vordenkern.
Und am Vorabend kann man sich schon in geselliger Runde warmdenken und -diskutieren.

WUT allein reicht nicht!
Betitelt der Autor, Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke seinen halbstündigen Beitrag und ist damit vermutlich in diesem Jahr der bekannteste Redner.

Ich bin wieder sehr gespannt auf die Denkanstösse, Diskussionen, Sichtweisen und Ergebnisse.
Und ich arbeite immer noch daran, auch die Kreative Zunft an die Gesprächstische dieser Brancheninitiative des f:mp. (Fachverband Medienproduktioner) zu bekommen. Immerhin, der BDG (Berufsverband der Kommunikationsdesigner) ist bereits Verbandspartner. Und wer weiß? Vielleicht bekommen wir dann im nächsten Jahr einen möglichen neuen, fusionierten Dachverband aus Deutscher Designertag und iDD mit gebündeltem Wirkungsgrad an den Tisch.

Besonderes Bonbon:
– alle f:mp.-Mitglieder können den Kongress kostenfrei besuchen
– alle ehemaligen Media-Mundo-Kongressteilnehmer können den Kongress kostenfrei besuchen und
– alle BDG Mitglieder erhalten Sonderkonditionen
Und wer ganz lieb ist, erhält von mir ein kostenloses VIP Ticket für den 11. November!

Alle weiteren Details gibt es hier: http://www.mediamundo.biz/kongress/kongress2015

5. Media Mundo Kongress für nachhaltige Medienproduktion – rethink sustainability

Nach der Pause im letzten Jahr, war der diesjährige 5. Media Mundo Kongress am 18. November ein voller Erfolg. Kleiner, aber feiner, könnte man sagen. Hier kam zusammen, was in der nachhaltigen Medienproduktion zusammengehört. Auftraggeber, Kreative, Konzeptioner, Produktioner, Druckdienstleister, Papierhersteller und – nicht zu vergessen – Querdenker, Weiterdenker, Vordenker aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Alle Media Mundo 2014 Vorträge jetzt auch als Video-Stream

Für mich persönlich das Highlight: Die Expertenrunde am Vorabend, also dem 17. November. Quasi ein kulinarisches Warm-Up. Chef-Organisator Rüdiger Maaß (f:mp.) und die Referenten Alexander Rossner (zunkunftswerk), Dr. Achim Schorb (ifeu-Institut) und Dr. Daniel Dahm (Club of Rome), haben sich jeweils mit Impulsen oder Thesen an die bunt zusammengewürfelten Tische gesetzt und entsprechende Diskussionsrunden im Wechsel angeschoben. Auf diese Weise konnten sich alle Gäste – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Augenhöhe beteiligen und kennenlernen. Kein Frontalvortrag mit künstlicher Distanz, sondern gleich mittendrin und dabei. Wunderbar.

Genau mein Ding. Nicht das Kochen im eigenen Saft, sondern der Austausch aller Gewerke bringt uns weiter. Ich finde, dies ist mit diesem Get-Together hervorragend gelungen. Und so empfand ich die Vorträge am eigentlichen Kongresstag gleich viel anschaulicher, intensiver, weil von mehreren Seiten beleuchtet. Zu den bereits genannten Referenten kamen noch eine ganze Reihe weiterer Vortragende hinzu, die von neuen (alternativen) Geschäftsmodellen, Zertifizierungsabläufen, wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber eben auch von Selbstverständlichkeiten sprachen.

Und während ich noch am Vorabend teils ungläubig angeschaut wurde, wenn ich behauptete, Nachhaltigkeit sei kein Alleinstellungsmerkmal, sondern Selbstverständlichkeit, konnte ich in den Vorträgen doch eine deutliche Veränderung, hin zu eben dieser Selbstverständlichkeit spüren. Besonders deutlich wurde dies beim Vortrag von Roland Makulla (oeding print gmbh), der da sinngemäß resümierte: »Wir drucken einfach nur noch grün, ob der Kunde will oder nicht.« – Bravo!

»Nachhaltigkeit ist ein Qualitätsmerkmal« Dieses Fazit ließ sich zum Schluß der Veranstaltung heraushören. Und Dr. Daniel Dahm (Club of Rome) nahm mir zum Finale meine Worte aus dem Mund: »Gutes Design ist nachhaltig.« Ob er meinen damaligen Vortrag mit eben diesem Titel gesehen hat ist zweitrangig. Wichtig ist die Erkenntnis und die Verbreitung.

Zusammenfassend für mich die drei wichtigsten Erkenntnisse des 5. Media Mundo Kongresses:

1. Austausch auf Augenhöhe, aller am Prozess Beteiligten

2. Nachhaltigkeit ist ein Qualitätsmerkmal

3. Nachhaltigkeit muß selbstverständlich sein/werden

In diesem Sinne, arbeite ich auch weiterhin als Media Mundo Beirat daran, auch die Kreativen noch näher an diesen wichtigen Wissenstransfer heranzuführen, besser noch, zu beteiligen.
Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihre Offenheit und bei Rüdiger Maaß und seinem Team für die hervorragende Organisation und Auswahl der starken Referenten.

Und im nächsten Jahr sind dann auch die Designer vom BDG – Berufsverband der Kommunikationsdesigner – dabei.

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Nachhaltigkeit in der Kommunikation fängt beim Konzept an

Deshalb bin ich unbedingt der Ansicht, dass dieser Kongress auch für Kreative interessant ist, um den Wissenstransfer zwischen den Gewerken zu fördern. Es gibt Sonderkonditionen u.a. für BDG-Mitglieder und der Frühbucherrabatt gilt noch bis zum 20.September!

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5. Media Mundo-Kongress

In der Pressemitteilung vom 12. September 2014 heißt es: rethink sustainability

Der 5. Media Mundo-Kongress für nachhaltige Medienproduktion gibt unter dem Titel „rethink sustainability“ handfeste ökonomische Impulse für ökologische und soziale Handlungsweisen.
Die dritte wichtige Säule der Nachhaltigkeit ist die Ökonomie. Trotzdem wird dieser Faktor in den Diskussionen um nachhaltige Handlungsweisen oft übersehen und regelmäßig vernachlässigt. Es geht in dieser Frage nicht darum, wie man soziale Arbeitsbedingungen oder grüne Herstellungsverfahren günstig finanziert. Nachhaltigkeit bedeutet auch wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Nur auf diese Weise können innovative Produkte und Produktionen den Anspruch erfüllen, eine dauerhaft zukunftsfähige Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz sicherzustellen, wie sie die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“ fordert.

„Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage der letzten Jahre, welche auch die Druck- und Medienindustrie hart getroffen hat, stellt sich die Frage nach der Motivation. Die Ökonomie ist eine entscheidende Triebfeder für nachhaltige Medienproduktion und Basis für die Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverbands Medienproduktioner e.V. (f:mp.).

Der 5. Media Mundo-Kongress beschäftigt sich deshalb mit den relevanten Faktoren, um nachhaltig Zukunftsmodelle zu sichern und auszubauen. Die Einflüsse der Prozessoptimierung, die energieeffiziente Wirtschaftsweise oder die Standardisierung von Prozessen sind ökonomisch sinnvoll und erfüllen gleichzeitig ökologische und soziale Anforderungen. „Wir wollen wissen, wo die guten Vorbilder in der Druckindustrie und in der Medienproduktion sind, die Vordenker, an denen wir uns orientieren können. Und wir wollen wissen, was wir tun müssen, um von ihnen zu lernen“, so Rüdiger Maaß.

Der Fachkongress, eine Initiative des f:mp., findet am 17. und 18. November 2014 in Düsseldorf, im idyllischen Rheinhotel Vier Jahreszeiten, statt. Am 17. November gibt es eine Diskussions- und Expertenrunde. Hier werden die wichtigsten Kongressthemen im Rahmen eines Impulsvortrags vorgestellt und anschließend kritisch diskutiert. Am 18. November stellen Experten aus Wissenschaft, Umweltverbänden und Industrie in vielen hochinformativen Vorträgen mögliche Szenarien der nahen Zukunft sowie probate Lösungsansätze aus der Praxis vor.

Unterstützt wird der 5. Media Mundo-Kongress von der drupa, von einigen NGO-Partnern, Industrie- und Medienpartnern.
Ausführliche Informationen zum Media Mundo-Kongress, den Themen und Inhalten finden Sie unter: http://www.mediamundo.biz/kongress/kongress2014

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Als Media Mundo Beirat freue ich mich auf regen Austausch!
Oliver Schuh | die gebrauchsgrafiker

50 Euro Seminargutschein

Der Fachverband der Medienproduktioner (f:mp.) unterstützt »die gebrauchsgrafiker«

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f:mp. seminargutschein für »die gebrauchsgrafiker«

»die gebrauchsgrafiker« stehen auf echte Verbindungen. Und sie möchten alle am Kommunikationsprozess Beteiligten wieder an einen Tisch bekommen. Nur so kommt es zu gelungenen Kommunikationslösungen.

Der Fachverband der Medienproduktioner (f:mp.) versteht und unterstützt diese Haltung.
Ihr Geschäftsführer Rüdiger Maaß drückt es so aus:

„Kreative und Designer sind ein wesentlicher Bestandteil der Prozesskette für die Gestehung von Medien. Im Rahmen der Medienkonvergenz bekommt das Thema Netzwerken eine vollkommen neue Bedeutung. Alle maßgeblich beteiligten Personen sollten mehr Schulterschluss suchen um gegenseitig voneinander zu profitieren.
Insofern ist die Initiative »die gebrauchsgrafiker« von Oliver Schuh genau der richtige Weg.
Natürlich geht es nicht nur um Netzwerken, sondern auch um die Horizonterweiterung. Dabei spielt die Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund unterstützen wir alle Teilnehmer der Initiative »die gebrauchsgrafiker« mit einem jährlichen Seminargutschein des f:mp. in Höhe von 50 Euro. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Oliver Schuh…“

Eine feine Sache, wie ich finde. Denn das Wissen um die Machbarkeit von Kommunikationslösungen und den reibungslosen Workflow dorthin, ist eine ganz große Stellschraube hin zu nachhaltigem Kommunikationsdesign. Für die Freunde unseres Kreativverbundes, die sich in der XING Gruppe »die gebrauchsgrafiker« sammeln, bedanke ich mich stellvertretend. Das Schöne, sollten sich Themen aus unserer Reihe ergeben, sind weiter Seminarformate denkbar. Wir arbeiten daran. ;-)

Diese Frage schwebt über der kürzlich veröffentlichten Media Mundo Empfehlung für nachhaltiges Kommunikationsdesign

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wo muss design besser werden | oliver schuh

In der Presse Meldung heißt es:

Medienproduktion kann nur dann nachhaltig sein, wenn das zugrundeliegende Kommunikationsdesign von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt diesen Anspruch ebenfalls erfüllt. Damit fällt dem Design eine große und verantwortungsvolle Aufgabe zu.
Die 6. Media Mundo-Empfehlung gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Auftraggeber, Designer, Konzeptioner und Medienproduktioner.

„Technisch ist die Makulatur heute fast auf Null zu fahren. Konzeptionell sind wir leider noch weit davon entfernt. Design kann und muss hier Verantwortung übernehmen.“, so Oliver Schuh, der als Mitglied im Media Mundo-Beirat maßgeblich für die Erarbeitung der Empfehlung verantwortlich zeichnet.

Die Empfehlung „Nachhaltiges Kommunikationsdesign“ beleuchtet die gesamte Wertschöpfungskette eines Designs und zeigt die wichtigsten Stellschrauben auf dem Weg zu einem wirklich guten und damit nachhaltigen Design. Dieser beginnt idealerweise bereits in der Konzeptionsphase und bezieht alle am Prozess Beteiligten mit ein. Die Empfehlung plädiert dafür, dass alle benötigten Kompetenzen frühzeitig in einen offenen, fairen Austausch miteinander treten, um so die notwendigen nachhaltigen Weichenstellungen zu treffen.
Die Empfehlungen können online abgerufen werden unter: Outlink in http://www.mediamundo.biz/beirat/empfehlungen

… besser geht es ohne ihr?

Nein. Sicher nicht. Am Ende wird eben doch immer bestraft, wer (Werbe-) Versprechen nicht hält. Werbetreibende sehen sich laut einer Umfrage des W&V und der Managementberatung Brands & Values in der »gesellschaftlichen Verantwortung« in Sachen Nachhaltigkeit. Offenbar sehen sie sich laut Leserbefragung nicht in der Verantwortung diese (soziale) Nachhaltigkeit auch zu leben. Zumindest mangelt es hier an Glaubwürdigkeit, so die erschreckende Zahl aus der Umfrage: »76% halten werbetreibende Unternehmen für nicht oder überhaupt nicht sozial nachhaltig«.

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Wie passt das zusammen?
Einerseits das Bewußtsein für die Verantwortung, andererseits die mangelnde Akzeptanz der Befragten. Ich vermute, es liegt schlicht am Inhalt. Besser: am Nichtvorhandensein von nachhaltigem Inhalt. Da täuscht dann auch die Verpackung nicht darüber hinweg, daß viele Unternehmen, vermutlich die meisten, nicht leben, was sie plakatieren. Früher oder später – heutzutage wohl eher früher – kommt diese Diskrepanz ans Licht. Die Folge: Unglaubwürdigkeit.

Es wäre ja nicht weiter schlimm, würden Konsumenten solchen »Betrug« abstrafen. Tatsächlich besteht aber die Gefahr, daß diejenigen Unternehmen, die mit Leib und Seele nachhaltig agieren, in den Sog geraten, der Nachhaltigkeit nur zum Marketing-Trend verkommen läßt. Die Gefahr bestand und besteht natürlich immer. Insbesondere dann, wenn Nachhaltigkeit zum Alleinstellungsmerkmal erhoben wird.

(Soziale) Nachhaltigkeit sollte nicht zum Nutzen verbogen werden, sondern Selbstverständlichkeit sein.

Da stellt sich natürlich auch für Agenturen oder Kreative die Frage, ob oder inwieweit sie sich vor den Karren spannen lassen oder ihn gar antreiben? Wie sieht es da mit der gesellschaftlichen, mit der ethischen Verantwortung aus? Ich bin gespannt.

Alle Umfrageergebnisse als PDF.
Mit freundlicher Genehmigung von Chrisitan Conrad, Brands & Values, Management Consultants

»Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie«

Ob wir uns nun wirklich schon auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie befinden, wage ich zu bezweifeln. Aller höchste Eisenbahn wäre es allerdings. Dies stellt NIKO PAECH in seinem Buch unmissverständlich klar. Und zwar in einem sehr eingängigem Stil. Schnörkellos und nicht im universitärem Fachlatein, wie man von einem Professor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt der Universität Oldenburg erwarten möchte. Nur sehr vereinzelt mußte ich mal nachschlagen. Und wenn ich das schaffe, dann schaffen das andere Leser auch. ;-)

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befreiung vom ueberfluss | foto | oliver schuh

»Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wenig braucht.« – Niko Paech
Dieser Satz sagt eigentlich alles. Und ich bin überzeugt, dieser Satz wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zwangsläufig. Er hat das Zeug zur Hymne einer Generation von Aussteigern zu werden, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und dem postulierten Wachstumszwang den Rücken kehren. Nein, nein, keine Bange. Dieses Buch ruft nicht auf allem Weltlichen zu entsagen. Es zeigt aber sehr deutlich auf, wo die Gefahren der Wachstumstreiberei für Umwelt und Mensch liegen und es zeigt Wege auf, wie diese Szenarien abzuwenden sein könnten. Das es dabei schon fünf vor zwölf ist, verheimlicht der Autor natürlich nicht.

In meiner Eigenschaften als Vorstandsmitglied der AGD und Media Mundo Beirat, durfte ich dem Vortrag von Niko Paech auf dem Media Mundo Kongress lauschen und folgen. Es war der erste Beitrag von rund 24 und mein eigener sollte einer der letzten Vorträge sein. Als ich dann an der Reihe war, konnte ich es mir dann auch nicht verkneifen zu bemerken, daß es eigentlich nur den Vortrag von Niko Paech gebraucht hätte. Es war alles gesagt.

Umso schöner war es für mich, daß ich mit meinem Vortrag zu ganz ähnlichen Erkenntnissen gelangt bin. Und zwar ohne vorher von Niko Paech gehört oder gelesen zu haben. Das Buch nun bestätigt meine Thesen noch einmal schwarz auf weiss und bestärkt mich in meiner Haltung und Sichtweise. Allerbest.

Niko Paech
Befreiung vom Überfluss
Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie
€ 14,95

oekom verlag, München
2. Auflage, 155 Seiten, Hardcover (auch als Ebook erhältlich)
klimaneutral hergestellt*
auf FSC-zertifiziertem Recyclingpapier und Papier aus anderen kontrollierten Quellen gedruckt

*an anderer Stelle in diesem Blog habe ich meine Bedenken zur Terminologie »klimaneutral« geäußert.

 

Vom 4. Mai bis einschließlich 16. Mai, jeweils von 11 bis 14:00, live Vorträge von rund 50 Sprechern zur Media Mundo Sonderschau Nachhaltigkeit auf der drupa 2012.

An @media_mundo können und sollen gern live, via Twitter, Fragen an die jeweils aktuellen Referenten gestellt werden.

***

Da die Sonderschau Nachhaltigkeit beendet ist, sind auch die Live Speeches geschlossen. Sämtliche Vorträge sind allerdings auf www.mediamundo.biz/tv nachzuverfolgen. Dort sogar in höherer Auflösung. Meinen eigenen Vortrag »GUTES DESIGN IST NACHHALTIG« habe ich nun anstelle der Live Speeches platziert. Schade dabei ist, daß sowohl das Intro der Moderatoren, als auch die Fragen aus dem Auditorium und den Weiten des Internets weggeschnitten wurden. Vielleicht bekomme ich aber noch die Long Version. ;-)

Selbstverständlich nehme ich auch jetzt noch Fragen entgegen.

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