die gebrauchsgrafiker | der blog

»transparenz schafft akzeptanz«

Ein Interview …

… im AGD Magazin ein|viertel 2010
Die Themen für die vierteljährlich erscheinenden Ausgaben des AGD Magazins »viertel« werden von der AGD Redaktion immer rechtzeitig bekanntgegeben, damit auch und gerade die Mitglieder Gelegenheit haben sich einzubringen. Das Topthema für das erste »viertel« diesen Jahres hieß »Publizieren«. Das fand ich interessant. Kaum zu Ende gedacht bat mich Christina Sahr, AGD Redakteurin um ein Interview.  Das nennt man Gedankenübertragung.

Ihre Fragen und meine Antworten darf ich hier mit freundlicher Genehmigung der AGD Redaktion veröffentlichen.
Der AGD Kollege Malte Christensen wurde auch befragt, die Antworten habe ich hier aber zunächst auskopiert, ähneln sich aber sehr.

agd ein|viertel 2010 | titelgestaltung | markus büsges

agd ein|viertel 2010 | titelgestaltung | markus büsges

Welt weites Wissen 2.0
Wissen und Meinungen frei im Netz zu verbreiten, ist heute so üblich, wie es noch vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen wäre. Oliver Schuh und Malte Christensen nutzen das Web 2.0 sehr aktiv, und wir haben ihnen Fragen zur Gegenwart, zur Zukunft und zu ihrem persönlichen Umgang mit dem Medium gestellt. Beide versicherten, die Antworten hätten Bände füllen können.

1.) Was denkst Du, welche Position Wikis und fachliche Foren im Vergleich zu Lexika und Fachzeitschriften haben? Und wie schätzt Du die zukünftige Entwicklung ein?
OS: Anfänglich habe ich Wikis und Fachforen mit Vorsicht genossen. Mittlerweile erscheinen mir die Wikis allerdings recht ordentlich gepflegt und recherchiert zu sein. Gerade am Arbeitsplatz sind Wikis ideal und eben auch kostenlos. Fachforen sind oft auch geprägt von gepflegtem Halbwissen, sie geben nicht immer die ultimative Lösung, aber Rat und zeigen Tendenzen oder Ansätze auf, die weiterentwickelt werden können. Wer sich bisher Lexika oder Fachbuch geleistet hat, wird dies auch weiterhin tun. Bei Fachzeitschriften, die oft auch marktorientiert sind, könnte das anders aussehen.

2.) Wie beurteilst Du Kommentar-Foren, wie man sie z.B. bei Online-Zeitungen und -Magazinen findet? Interessant, überflüssig, etwas ganz anderes?
OS: Das verfolge ich nicht wirklich intensiv. Wenn ich davon erfahre, dann durch Mund-zu-Mund-Propaganda, und dann sind es meist interessante und diskussionswürdige Ansätze. So funktioniert Social Media. Ich erhalte von affinen Menschen Hinweise auf gute Beiträge, z.B. via Twitter. Gewissermaßen gefilterte Schwarmintelligenz.

3.) Stellst Du selber Wissen ins Netz? In welcher Form, und was bedeutet das für Dich persönlich? Im Berufsalltag und im privaten Alltag?
OS: Ja, ich gebe mein Wissen ständig weiter. Im Kollegenkreis, aber auch dem Auftraggeber gegenüber. Es ginge gar nicht ohne.
Seit 2006 bin ich in der Business Community XING aktiv, teile und erhalte dort natürlich Wissen. Daraus ergeben sich Kontakte zu Kollegen und potenziellen Auftraggebern.
Hinzu kommt unser Weblog http://blog.diegebrauchsgrafiker.net, der zeigt, wie wir ticken. Das Verfassen von Beiträgen ist ein schönes Mittel zur Reflexion. Die Auseinandersetzung mit einem Thema in schriftlicher Form ist deutlich konzentrierter, als Parolen am Stammtisch. Am Ende hilft es aber auch, sattelfester in der eigenen Argumentation zu werden.

4.) Welche Erwartungshaltung hast Du an andere im Bezug auf das zur Verfügung stellen ihres Wissens? Was sollte ins Netz? Was darf nicht ins Netz? Wo ist Konfliktpotenzial.
OS: Zunächst einmal erwarte ich nichts. Wenn allerdings doch Kommentare kommen, erwarte ich schon einen respektvollen und möglichst fundierten Umgang. Und ich erwarte in Diskussionen Flexibilität, Offenheit für Positionsänderungen und keine Grabenkämpfe. Das Netz ist die ideale Möglichkeit für Kreative, sich zu äußern und damit seine Kompetenzen zu zeigen. Kreative haben hier die wunderbare Möglichkeit, ihre Auftraggeber zu differenzieren, zu filtern. Potenzielle Auftraggeber werden aufmerksam oder eben »abgeschreckt«. Anfragen kommen dann nur noch von denen, bei denen das Eis bereits gebrochen ist.
Diffamierungen, Diskriminierungen, Propaganda, Unwahrheiten, einseitig Internes oder Rosenkriege gehören selbstverständlich nicht ins Netz.

5.) Hast Du eine Vorstellung, wie unsere Informationswelt in zehn und in zwanzig Jahren aussehen wird?
OS: Zehn Jahre Entwicklung sind heutzutage ja schon eine irre Zeit. Zwanzig Jahre - gar nicht auszudenken. Ich denke in den nächsten Jahren werden immer mehr Verlage ihr Wissen kostenpflichtig ins Netz stellen. Um im Überangebot von Wissen, Halbwissen und Unwahrheiten den Durchblick zu behalten, werden sich neue Qualitätsstandards entwickeln (müssen). Auch im Journalismus. Sicher kostenpflichtig.
Politik und Wirtschaft müssen lernen, mit mitsprechenden Bürgern und Konsumenten zu kommunizieren.

6.) Noch etwas?
OS: Die bloße Publikation ist lange nicht mehr Garant für Qualitätsgehalt, Richtigkeit oder neue Erkenntnisse. (Siehe die inflationäre Flut von Marketing-Ratgebern) Das wird im Netz nicht besser werden. Allerdings bringt das Netz auch Menschen hervor, die Gutes und Richtiges zu sagen haben, die sonst nie erhört würden. Es gilt, diese Perlen zu entdecken.
Wie nach jeder Reizüberflutung sehnt sich der Mensch dann wieder nach Einfachheit. Schon jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich mir dann ein schönes Buch schnappe und gemütlich vorm Kamin schmöker. ;-)

Die Interviews führte Christina Sahr

c. sahr | agd redaktion

c. sahr | agd redaktion

Übrigens, die AGD »viertel« sind auch für Nichtmitglieder, Auftraggeber und Interessierte zu beziehen: AGD Shop

Eine schöne Geste

oder: so funktioniert Social Media
Für mich zumindest. Kürzlich hatte ich via Twitter eine Empfehlung für den Verlag Hermann Schmidt Mainz, der dort als @VerlagHSchmidt lesenswerte Neuigkeiten aus dem Verlagswesen rund um Typografie und Design zum Besten gibt, ausgesprochen. Und ich tat es gern und aus voller Überzeugung. Wer mich kennt, wird wissen, daß ich mit Empfehlungen nicht inflationär um mich werfe. Vielleicht eine norddeutsche Haltung. Das Gute: die Empfohlenen dürfen sich etwas darauf einbilden. ;-)

Und dann das:

grusskarte | foto | oliver schuh

grusskarte | foto | oliver schuh

Eine echte Grußkarte mit einem handverfasstem Dankeschön auf der Rückseite vom Verlag Hermann Schmidt – per Post, mit Marke!
Und was für eine Marke? Eine Tagetes! Unsere Corporate Flower.

Wenn das kein Zufall ist? Oder?

Ich habe mich jedenfalls sehr über diese Geste gefreut.
Und eben genau diese Gesten machen für mich Social Media lebendig und wertvoll.
Ein Paradebeispiel für Kunden- oder Freundebindung ohne viel Tamtam. Allerbest.

Man liest sich. ;-)

P.S.: Nur, es muß ab jetzt Neue Straße 20 heißen. ;-)

Hervorragend positioniert

von Elke Fleing und Momo Evers
Zugegeben, es ist schon ein Weile her, daß ich dieses kompakte Taschenbuch mit Schwerpunkt Positionierung und Selbstmarketing gelesen habe, aber vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt seinen Eindruck über ein Buch etwas später zu vermitteln. Mal sehen, was hängen geblieben ist.
Das Buch richtet sich laut den Autorinnen Elke Fleing und Momo Evers an Existenzgründer, Selbständige und Kleinunternehmer. Und das trifft voll und ganz zu. Gerade für diese Zielgruppe zeigt es viele Möglichkeiten auf, die eigene Positionierung überhaupt erst zu definieren, aufzubauen oder zu verbessern. Bewußt stellt es moderne Marketing-Instrumente in den Vordergrund, die – ein Händchen sollte man allerdings dafür schon haben – deutlich wirkungsvoller und günstiger sein können, als unkontrollierte, weil kostenintensive Akquise. Und hier sage ich ganz bewußt: können.

Beispielhaft werden die nach Meinung der Autorinnen zwanzig besten Marketing-Instrumente angerissen ohne zu sehr in die Details zu gehen. Nur ganz vereinzelt liest man Kostendetails und verliert damit ein wenig die Linie. Das Buch verschafft aber im Großen und Ganzen einen hervorragenden Überblick der Chancen und Möglichkeiten des Selbstmarketings. Dabei ist es aber kein Do-it-yourself-Buch, sondern macht auch hier und da deutlich, wo dann doch professionelle Hilfe von außen hilfreich sein kann, wenn nicht sogar notwendig ist.

Mein Fazit: Am besten schon vor der Existenzgründung lesen und nicht zu weit weglegen!

hervorragend positioniert | foto | oliver schuh

hervorragend positioniert | foto | oliver schuh

Das Titelmotiv erinnert mich übrigens – auch inhaltlich – an: Das Gelbe vom Ei

»Hervorragend positioniert«
Elke Fleing | Momo Elvers
REDLINE | WIRTSCHAFT
184 Seiten
€ 17,90
ISBN-13: 978-3-636-01415-3

Handbuch Kundennutzen

erfolgreich vermarkten und verkaufen
»Experten-Rat und Best Practice – 39 Beiträge mit Beispielen und Checklisten«, heißt es auf dem Titel des eBooks, herausgegeben von Kerstin Hoffmann und Betreiberin des Weblogs PR Doktor. Das Kommunikationsblog. Und die gebrauchsgrafiker sind mit gleich zwei Beiträgen als Co-Autoren dabei. Die Leser unseres Blogs werden schon den Artikel von Frank Weissberg, den Mann für’s Marketing und Oliver Schuh, den Mann für die Creative Direction gelesen haben. Hier nun die Komplette Sammlung kompetenter Beiträge aus verschiedener Sicht zum freien Download:

handbuch kundennutzen | herausgeberin | kerstin hoffmann

handbuch kundennutzen | herausgeberin | kerstin hoffmann

Wir freuen uns sehr, daß wir zu dieser Blogparade eingeladen wurden und unsere Beiträge Eingang in dieses interessante eBook gefunden haben.
Viel Spaß beim Lesen!

Retrofonts

oder zurück in die Zukunft
Dieses Typografie Werk hat mich sozusagen von Anfang an interessiert, habe ich doch sogar schon den unbedruckten Blindband vorab in Händen halten dürfen. Selbstredend gefällt mir das gedruckte Werk noch um einiges besser. Und da schnalzt der Buchfreund und Typografie-Junkie vor Freude. Inhaltlich, wie auch äusserlich.

Gregor Stawinski, der Konzept, Text und Gestaltung in Personalunion abliefert nimmt uns mit auf eine »typografische Zeitreise« und stellt dabei »über 400 der beliebtesten Retrofonts aus zwei Jahrhunderten Typedesign« vor. Dabei hält er sich in seiner Kategorisierung nicht unbedingt an die Erscheinungsjahre der Schriftschnitte, sondern eher an den Zeitpunkt der größten Popularität der Fonts und stellt sie entsprechend auch in zeitgemäßen Illustrationen oder Anwendungen dar. Genau das erinnert mich auch wieder an »FRESH FONTS« von Joep Pohlen und dessen Buchkonzept über moderne Schriften, vielleicht die Inspiration für »Retrofonts«.

Bei der Gestaltung und Umsetzung wurde nichts dem Zufall überlassen. Wundert man sich z.B. über das angenehm warme Seitenweiss, welches man so vom Lessebo Design Papier eigentlich nicht kennt, bekommt man auf Nachfrage beim Verlag den Hinweis, daß das Papier noch im Chamonix Fond Druck verfeinert wurde. Auch wurde für den Druck hochpigmentierte Anivafarben von Epple verwendet. Vielleicht ja eine Anlehnung oder Hommage an die Druckkunst und Lithografien alter Tage. Sehr gelungen.

Erstklassig übrigens auch, wenn die Fonts negativ dargestellt werden.

Und als wenn über 400 Retrofonts auf über 600 Seiten nicht genug wären, legt der Autor auch noch eine CD ROM mit 222 Retro-Free-Fonts aus dem Buch bei.
Wenn das nicht ein rundum schlüssiges Paket ist, daß zum Experimentieren anregt?

retrofonts titel | foto | oliver schuh

retrofonts titel | foto | oliver schuh

retrofonts innenteil | foto | oliver schuh

retrofonts innenteil | foto | oliver schuh

Retrofonts
von Gregor Stawinski
erschienen im
Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2009

624 Seiten, Hardcover + CD ROM
49,80 EUR

Übrigens: Nachhaltig produziert!

Fresh Fonts

fonts with a twist
Gestern erhielt ich eine schöne Nachricht von Joep Pohlen, einem der beiden Autoren von Letterfontäne, dessen einmaliges Typografie-Buch ich bereits schon vor einiger Zeit hier besprochen habe. Eine Neuauflage wird herausgegeben! Leider bisher nur auf niederländisch, aber wenn ein deutscher Verleger gefunden ist, dann auch auf deutsch. Ich bin gespannt.

Tatsächlich hat mich aber diese Nachricht auch daran erinnert, daß ich noch eine Buchbesprechung aus dem Hause Fontana vorenthalten habe: FRESH FONTS  – fonts with a twist.
Wenn es auch völlig anders ist, ist es doch wieder genial. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um ein Buch frischer, neuer, moderner, modifizierter Schriften, die sich nicht von althergebrachten Einschränkungen wie dem Killerargument Lesbarkeit verleiten ließen. So eignen sich die meisten Fonts sicher nicht für Mengetexte, sondern sind überwiegend für den Einsatz in Headlines konzipiert.

fresh fonts titel | foto | oliver schuh

fresh fonts titel | foto | oliver schuh

Eingeschlagen in einen ungewöhnlichen Schutzumschlag aus Papier, neongelb/schwarz bedruckt, hat mich wohl schon die Grafik auf dem Titel angesprochen. ;-) Nach einer Einleitung von Joep Pohlen geht der Autor auf Font Foundries ein, die einen großen Anteil an der modernen Schriftentwicklung haben. Die Schriften selbst sind in Gruppierungen eingeteilt und teils durch exzellente Illustrationen von Puk (Patrick de Hondt) in Szene gesetzt. Ohnehin ist Puk für das gesamte Layout und die grafische Gestaltung von FRESH FONTS verantwortlich.

fresh fonts schriftmuster | foto | oliver schuh

fresh fonts schriftmuster | foto | oliver schuh

fresh fonts illustrationen | foto | oliver schuh

fresh fonts illustrationen | foto | oliver schuh

Sicher kann ich da nur für mich sprechen, aber ich halte selbstverständlich nicht alle gezeigten Fonts für gelungen. Wohl kaum jemand würde alle Schriften einer Fontsammlung verwenden. Aber hier ist eine ansehnliche Auswahl einiger Fonts versammelt, die ich mir auch in eigenen Arbeiten hier und da vorstellen kann und, vielleicht sogar das Wichtigste, die anregen anders mit Typografie umzugehen oder gar neu zu entwickeln.

Prädikat: wertvoll!

Wie schon bei Letterfontäne ist der Preis wahrlich »democratisch«

€ 17,90

FRESH FONTS – fonts with a twist
Autor: Joep Pohlen
Zusammenstellung und Grafik-Design: Puk (Patrick de Hondt)
Erschienen: 2002 im Verlag Fontana, Roermond, Niederlande
240 Seiten

Der Imperator im Damensattel

Der Titel ist Programm
Das Titelbild sowieso. Dieses knuffige Büchlein kommt in aufwendiger Aufmachung daher. Fester Einklappdeckel und Seiten in Feinstkarton lassen vergessen, daß es sich um ein Taschenbuch handelt. Kurze Zeilen, luftige Gestaltung, aber natürlich in erster Linie die Schreibe des Verfassers Volker Remy, laden zum sofortigen Lesen in einem Rutsch ein.

In allererster Linie richtet sich dieses Werk an Kreative und handelt von Kreativen. Aber auch Menschen die nur bedingt mit dieser Spezies in Berührung kommen, werden ihre Aha-Erlebnisse haben. Es ist kein Leitfaden! Es gibt Denkanstöße, es rüttelt wach und es lädt dazu ein, sich mal neben sich zu stellen. Größer denken, anders denken oder auch mal gar nicht denken.

»Mit ein bisschen Phantasie hätte man alles beim alten lassen können«. Das trifft es.

»Crowdsoßing« – mein Lieblingswort.

Was das Schmunzeln und die Tränendrüsen anbelangt, schließe ich mich gern der Kollegin Heike Baumgärtner an, die in ihrem Blog treffend beschreibt.
Für mich ganz persönlich stelle ich viele Parallelitäten fest. Fast würde ich meinen, Teil dieses Buches zu sein. Klasse.

der imperator im damensattel | foto | oliver schuh

der imperator im damensattel | foto | oliver schuh

»DER IMPERATOR IM DAMENSATTEL«
Dein täglicher Triumph

Volker Remy

erschienen im Graco Verlag Berlin 2009
ISBN 978-3-00-022873-5

Mittlerweile gibt es schon einige Rezensionen, die alle ihren eigenen Charme haben, aber trotzdem sehr einhellig in Ihrer Meinung sind.
Ich liste hier gern mal, weil sich allein diese schon sehr spannend und kreativ lesen:

Geistesblitz: V. Remy: Der Imperator im Damensattel
Berufung selbständig: Die Diva ‘Kreativität’ vom Sockel gezupft: Der Imperator im Damensattel
Gemeinschaftsraum von bblogs.de: Der Imperator im Damensattel
Büro Hochweiss: Buchempfehlung »Der Imperator im Damensattel« von Volker Remy
die karrierebibel: Imperator im Damensattel – Trübe Tage bringen den Geist auf Trab
Herr Wurzel: Der Imperator im Damensattel
Erfolg-Reich-Online: »Der Imperator im Damensattel«
Arthopia: Buchrezension »Der Imperator im Damensattel« von Volker Remy
XING brand eins Community: This comment is: no comment.
DESIGNER IN ACTION: Der Imperator im Damensattel
matthias knust | brave new photographer: Die Nase in Bücher stecken

Exzellente Letteratur!

LetterFontäne - für gute Bücher ist es nie zu spät.
Erst jetzt bin ich durch einen kleinen Werbeflyer für AGDler auf dieses Werk aufmerksam geworden. Ich kann noch immer nicht begreifen, wieso dieses Typografie-Buch nicht längst Bestandteil meiner Fach(idioten)bücher ist? Bereits 1996 erschienen, zugegeben, nach in Augenscheinnahme des Schmutztitels war ich etwas verblüfft, entpuppt sich dieser Wälzer sehr schnell als zeitloses Standardwerk für Grafiker und solche, die es werden wollen.

foto | oliver schuh | letterfontäne

foto | oliver schuh | letterfontäne

“Dieses Buch ist als Buchwerk vor allem Arbeitsbuch und möchte den Computerschriftanwender stützen im Kampf gegen den Zufall.” So heißt es im Schmutztitel. Verfaßt, redigiert und entworfen von Geert Setola und Joep Pohlen. Erschienen im März 1996 im VERLAG FONTANA. ISBN90-75084-04-8

Dabei könnte man das Zitat nun missverstehen und meinen, man bekommt hier auf 448 in Leinen gebundene Seiten Lösungen gegen den Zufall, Rezepte oder Anleitungen. Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Hier wird sensibilisiert für Typografie. Kein Kochbuch, sondern fundierte Anregung. Ganz nach meinem Geschmack.

Völlig verblüffend auch der “democratische” Preis: € 29,90 für AGDler sogar nur € 17,90!
Und das für ein Buch mit reddot design award und die deutsche Ehrenauszeichnung für hohe Designqualität!
Das zahlt man ja sonst schon für ein Taschenbuch mit tausendfach widergekäuten Marketingphrasen.

Nun, alles will ich aber nicht erzählen. Nur soviel: Spaß an Typografie sollte man schon haben.

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