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»transparenz schafft akzeptanz«

klimaneutraler druck

Was ist das nun wieder?
Kartoffeldruck? Eine Drucktechnik, der das Klima wurscht ist, sozusagen Wind- und Wetterdruck? Oder ist es gar nur ein neuer Marketing-Gag?

Klimaneutrales Drucken - Kartoffeldruck?

foto | oliver schuh

Was verbirgt sich wirklich hinter dem Begriff “Klimaneutraler Druck”?

Dies zu beleuchten dient eine Online-Podiumsdiskussion in der Business-Community XING.
Dort werde ich am heutigen Abend um 20:00h, in der AGD Gruppe, einige Fachleute zum Thema befragen.
Irgendwie auch ein Experiment.

Die Idee dabei: Es wurden im Vorwege von mir Fragen gesammelt, die ich den Referenten in geeigneten Momenten stellen möchte, sodaß wir nicht zu oft, wie es in Foren häufig der Fall ist, vom Wege abkommen. Es soll also geballte Information entstehen.
Parallel können natürlich auch weitere entstehende Fragen an mich per PN (privater Nachricht) gestellt werden. Das hat eben den Vorteil, daß die Diskussion nicht zerpflückt wird und Fragen nicht doppelt und dreifach gestellt werden. So die Theorie. Wie gesagt, ein Experiment.

Im Grunde, ähnlich einer TV-Talkshow. Dort werden auch Zuschauerfragen reingereicht.
Weiterhin nehme ich natürlich auch jetzt schon oder noch Fragen an.

Ich bin sehr gespannt.

klartext

Zur Zeit entwickelt sich gerade eine kleine, aber feine Betrachtungsweise zum Klartext, den sich viele auf die Fahne schreiben. Andere gehen ihm lieber aus dem Wege und hören weg. Auch eine Möglichkeit.

“So, jetzt reden wir mal Klartext!” ist eine bekannte Floskel, die wahrscheinlich oft erst dann kommt, wenn es zu spät ist.

Im Geschäftsleben sollte daher von vornherein Klartext gesprochen werden. Und wichtige Dinge sollten sogar in Klartext geschrieben werden.
Alles andere kann Ungemach auslösen und unnötig Geld verbrennen.

Aber hier geht es zur ursprünglichen Diskussion:

Bei Klartext beachten Sie bitte die Packungsbeilage

“Hit and Hope” oder kontrolliertes Break?

billard.jpgFoto: krockenmitte http://www.photocase.com/de/

“Der Weg kommt beim Gehen.”

“Je genauer der Mensch plant, umso effektiver trifft ihn der Zufall.”

“Einfach mal Machen.”

Und, und, und…

Ich kann es nicht mehr hören.

Und, - ich kann es nicht verstehen, warum sich einige Menschen mit Händen und Füßen so gegen ein gerüttelt Maß an Planung und Zieldefinition verwehren.

Wieviele Scharlatane habe ich schon genau diese Phrasen immer und immer wieder wie ein Mantra vor sich hersagen hören. Zu viele.

Es scheint, als ob eine große Unverbindlichkeitsepidemie über uns hereingebrochen wäre. Nur nichts klar äußern - Alles möglichst im Ungewissen lassen - Sich bloß nicht festlegen.

Das dieses “Management-by-Schaun-Mer-Mal” von Erfolg gekrönt ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Nicht dass man mich hier falsch versteht. Ich behaupte keineswegs, dass alles zu 100% plan- und vorhersehbar ist. Das ist genauso falsch, weil es ebenso dogmatisch wäre. Wie immer ist es die gesunde Mischung, die es macht.

Ich trete also lediglich dafür ein, sich über zwei Dinge klar zu werden, bevor man sich auf einen, wie auch immer gearteten Weg macht:

1. Wo stehe ich? Was ist meine Ausgangsposition?

2. Wo will ich hin? was ist mein Ziel?

Wenn mir das klar ist, dann habe ich immer noch genügend Wege zur Auswahl, die zu beschreiten sind. Aber sie führen mich zumindest schon mal in eine einigermaßen gewünschte Richtung. Und wenn ich dann noch so schlau bin, meinen Kompass mitzunehmen, um immer mal wieder zu kontrollieren ob die Richtung noch stimmt, dann verhindere ich auch noch, dass ich mich nur im Kreis bewege.

Wer sich ein wenig mit dem Billardsport auskennt, insbesondere gerne Snooker schaut, der wird sofort wissen, was ich meine.

Niemand kann alle Spielzüge vom Anstoß bis zum Versenken des letzten Balles vorhersehen. Geht einfach nicht. Um erfolgreich zu sein, muss man aber dennoch den Spielball und die Stellung zu den anderen Bällen kontrollieren um ein möglichst hohes Break herauszuspielen. Dies geht nur, wenn man immer wieder die aktuelle Spielsituation auf dem Tisch analysiert, eine “Spiel-Idee” entwickelt, und 3 bis 4 Spielzüge im Voraus plant. Wenn dieser Prozess kontinuierlich abläuft, steht einem erfolgreichen Spiel im Prinzip nichts mehr im Wege. So einfach, - so schwer.

Es geht natürlich auch anders. Man kann einfach mal in den Pulk der Bälle “reinballern” uns schauen, was passiert. Das nennt sich dann “Hit and Hope”. Wenn man Glück hat, dann fällt sogar manchmal der richtige Ball. Aber in den seltensten Fällen kann man das Spiel danach erfolgreich fortsetzen.

Und das ist es doch eigentlich was wir wollen, oder?

Na, schaun mer mal.

pitch: patsch

Wer pitcht verliert.

Der Kunde verliert, wenn er einen Pitch nicht sorgsam ausschreibt. D.h., wenn er nicht richtig recherchiert, welche Agenturen wirklich in Frage kommen und womöglich sogar öffentlich auslobt, letztlich also jeder teilnehmen kann. Und wenn die Ausschreibung, zu eben einer solchen Präsentation, nicht für alle Beteiligten gleich ist. Muß Kunde also Äppel mit Birnen vergleichen, hat er schon verloren. Zumindest aber ist es ein Glücksgriff, wenn er die richtige Agentur ausgewählt hat.

Die Agenturen sind eigentlich immer die Verlierer.
Das liegt in der Natur der Sache. Zumindest, wenn sie es wirklich nötig haben zu pitchen. Es ist vergleichbar mit Börsengeschäften. Immer wieder wird gesagt: spekuliere nur, wenn Du den Verlust auch verkraften kannst. Und Pitchen ist Spekulation. Reine Spekulation.

Letztlich muß die teilnehmende Agentur abwägen, wieviel Zeit und Geld sie in Ideenfindung und Präsentation investiert. Wieviel Verlust kann sie sich leisten? Wieviel können sich die Kontrahenten leisten? Wieviel Wettbewerber gibt es überhaupt? Wer sind diese? Und wie oft kann man sich eine Niederlage erlauben?

Kürzlich lese ich von einem Agenturscout, es wäre auch eine Chance sich durch die Teilnahme an Pitches bekannt zu machen. Kunden würden sich an die Teilnehmer erinnern und auch schon mal wieder auf entsprechende Agenturen zurückgreifen, wenn die Gewählte doch ein Fehlgriff war. Naja. Diese Aussichten laufen dann sicher in den Promillebereich. Zu Befürchten wäre doch eher die Sogwirkung. Und zwar die nach unten.
Zwei, drei verlorene Pitches machen sich sicher nicht unbedingt gut und sprechen sich auch herum.

Da fällt mir ein. Natürlich spreche ich nur von honorierten Pitches. D.h. Teilnehmer der Präsentationen erhalten auch ein Honorar. Anderen abstrusen Ausschreibungen möchte ich hier keine Plattform bieten.

Aber wie könnte man nun Pitches für alle Beteiligten sauber und sinnvoll organisieren?

Eine Idee:
1.) der Kunde sollte sorgfältig recherchieren oder auskundschaften lassen, welche Agenturen oder Ateliers wirklich in Frage kommen.

2.) er sollte kein Gesamtkonzept fordern, sondern eine überschaubare und zu vergleichende Teilarbeit ersinnen.

3.) hierzu sollte es dann ein akurates Briefing geben.

4.) Teilnehmer sollten die Möglichkeit zum Rebriefing bekommen.

5.) die Form der Präsentation sollte stark reglementiert sein. (z.B. 5 Pappen, DinA 3, basta)

6.) das Honorar sollte im adäquaten Verhältnis zum Anforderungsprofil stehen.

7.) sollte der Kunde doch ein Gesamtkonzept wünschen, welches dann auch umgesetzt werden soll, so könnte er die übliche Honorierung der Designleistungen, z.B. nach dem AGD Vergütungstarifvertrag Design ausloben. Diejenige Agentur deren Konzept umgesetzt wird erhält dann die entsprechenden Nutzunsvergütungen. So werden die “Verlierer” wenigstens für die tatsächlich erbrachte Designleistung bezahlt. Nur fair.

Ein sehr komplexes Thema und daher sicher nicht erschöpfend durchleuchtet. Aber vielleicht entwickelt sich ein Weg. Ich freu mich auf weitere Ansichten.

Gruß vom Elbstrand
Oliver Schuh

black is beautiful…

Oliver Schuh Logo…und umgekehrt.

So eine Darstellung eines Logos, weiss auf schwarzem Grund, sieht man ja derzeit sehr oft. Viele, viele Markensignets präsentieren sich gerade sehr zurückhaltend einfach und fokussieren damit auf das Wesentliche. Ob Apple, Adidas, Puma und Co.: weiss auf schwarz ist im Trend.

Ich finde das schlicht und ergreifend schön.
Warum? Weil es ganz einfach auf die Form ankommt. Ohne Schnickschnack. Keine Photoshop-Effekte die man mal eben drücken kann, keine Emaille-, Glanz-, Spiegel- oder sonstwelche Glibbereffekte. Nur die Form. Klasse.

Sicher, es ist nur ein Trend, der sich allerdings regelmäßig wiederholt, aber diesen Trend können nur Marken mit sauber gestalteten Logos, d.h. (vektorbasierende) Strichzeichnungen, mitmachen oder gar setzen.

Daher herrscht bei uns das Credo:
Stimmt die Form, klappt’s auch mit der Farbe.
Mit anderen Worten, mit der sauber gestalteten Form kann man jeden Trend mitmachen - wenn es denn Sinn macht.

So erhalten unsere Kunden in den ersten Entwurfsreihen ausschließlich schwarz/weiss Logos.

Hier zu sehen, mein persönliches Logo.

AGD Vergütungstarifvertrag Design

vtvprint.jpg“die gebrauchsgrafiker” orientieren sich bei der Kalkulation von Designaufträgen am AGD Vergütungstarifvertrag Design (AGD/SDSt).

Der Vergütungstarifvertrag ist auch für Designkunden im Shop der www.agd.de für Euro 30,00 erhältlich.
Er ist in allen Bundesländern registriert gemäß § 7 Tarifvertragsgesetz.

Transparente Kalkulation schafft Akzeptanz.

Der Design Auftrag

designauftrag.jpg“Der Design Auftrag” ist eine Informationschrift für Auftraggeber im handlichen Format, herausgegeben von der AGD - Allianz deutscher Designer. Text: RA Margarete May, Redaktion: Heide Hackenberg, AGD.
Zu beziehen im Shop der AGD: für € 7,50.

Unsere Kunden erhalten selbstverständlich diese nützliche Informationsschrift vor Erstauftrag gratis.
Frei nach unserem Motto: “Transparenz schafft Akzeptanz”

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